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16.12.2004

Die Berliner Philharmoniker werden künftig enger mit der New Yorker Carnegie Hall zusammenarbeiten.
Das erklärte ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle in New York. Die Philharmoniker seien als Erste für ein neues Projekt ausgewählt worden, mit dem berühmte Orchester fester an die amerikanische Konzerthalle und die Stadt New York gebunden werden sollen. In jeder Saison sollen die Musiker über einen bestimmten Zeitraum auch außerhalb der Carnegie Hall auftreten und am musikalischen Bildungsprogramm für junge Menschen teilnehmen. Das "Orchestra Residency Project" ist ab November 2007 geplant.

Die Schweiz will den Etat der Kulturstiftung "Pro Helvetia" wegen einer regierungskritischen Ausstellung des Schweizer Künstlers Thomas Hirschhorn kürzen.
Die Stiftung soll künftig umgerechnet rund 650.000 Euro weniger erhalten. Der Ständerat, die Kammer der Kantone, lehnte einen Vermittlungsvorschlag ab. Die in Paris gezeigten Werke verunglimpften die Schweizer Demokratie, hieß es zur Begründung. Die Stiftung wird bisher mit umgerechnet rund 22 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln unterstützt.

Die Universitäten Dortmund, Düsseldorf und Münster werden drei Forscher im Bereich der Nano-Technologie mit insgesamt drei Millionen Euro fördern.
Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums in Düsseldorf gehören sie zu den Gewinnern des Nachwuchswettbewerbs "Nanotechnologie". Ihr Erfolg bestätige die exzellente Qualität der nordrhein-westfälischen Forschung auf dem Gebiet.

Die drei Berliner Opernhäuser haben seit der Gründung der gemeinsamen Stiftung vor einem Jahr 25.000 Besucher weniger verzeichnet als erwartet.
Der kulturpolitische Sprecher der PDS-Fraktion, Brauer, sagte, insgesamt hätten im laufenden Jahr lediglich 660.000 Menschen die Aufführungen der Oper "Unter den Linden", der "Deutschen Oper" und der "Komischen Oper" gesehen. Damit fehlten der Stiftung 2,7 Millionen Euro. Die Gesamtauslastung der Bühnen liegt bei rund 63 Prozent.

Der amerikanische Filmregisseur Sidney Lumet erhält den Ehren-Oscar.
Lumet sei einer der wichtigsten Regisseure in der Geschichte des US-Kinos, sagte der Präsident der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, Pierson, in Los Angeles. Es ist der erste Oscar für den 80-Jährigen, der bereits mehrmals nominiert war.
Lumet drehte 40 Filme, darunter "Die zwölf Geschworenen", "Mord im Orient-Express" und "Network".

Die Journalistin Birgit Walter erhält den erstmals ausgeschriebenen puk-Preis des Deutschen Kulturrates.
Geschäftsführer Olaf Zimmermann betonte dazu in Berlin, Frau Walter sei eine herausragende Publizistin, die beispielhaft für sehr guten Kulturjournalismus stehe. Sie ist Feuilleton-Redakteurin der "Berliner Zeitung". Die undotierte Auszeichnung soll künftig jährlich verliehen werden.


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