KulturNachrichten
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20.12.2004

Der Deutsche Kulturrat sorgt sich um die finanzielle Ausstattung der geplanten Bundesstiftung Baukultur.
Die von der Bundesregierung vorgesehenen jährlich 1,5 Millionen Euro seien angesichts eines geschätzten Finanzbedarfs von bis zu 2,5 Millionen Euro pro Jahr nicht genug, sagte in Berlin der Geschäftsführer des Kulturrats, Olaf Zimmermann. Es sei in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation zumindest gewagt, die fehlenden Mittel allein der Drittmittel-Akquise zu überlassen. Die Stiftung müsse mit einem so ausreichenden Stiftungskapital ausgestattet werden, dass sie unabhängig von den jährlichen Haushaltsentscheidungen des Bundestags ihre Aufgaben erledigen könne.


Die von Hans Magnus Enzensberger und Franz Greno seit 1985 herausgegebene Sammlung "Die Andere Bibliothek" stellt mit dem Septemberband 2005 ihr Erscheinen ein.
Das teilten die Herausgeber in Berlin mit. Die Verträge mit dem Eichborn Verlag seien mit Wirkung zum 30. September 2005 gekündigt worden. Zur Begründung hieß es lediglich, was lange währe, müsse nicht ewig dauern.


Im Rechtsstreit mit ihrem entlassenen Intendanten Frank Castorf haben die Ruhrfestspiele Recklinghausen ein Schlichtungsangebot vorgelegt.
Nach Angaben einer Sprecherin der Festspiele soll Castorf ein Jahresgehalt unter 100.000 Euro sowie die Möglichkeit einer Inszenierung in der kommenden Saison erhalten. Castorf habe bis zum 17. Januar Zeit, sich zu dem Angebot zu äußern, sagte die Sprecherin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Stadt Recklinghausen als Gesellschafter der Ruhrfestspiele hatten den Intendanten im Frühsommer von seinen Aufgaben entbunden, nachdem die Besucherzahl um rund die Hälfte zurückgegangen war.


Das Seligsprechungsverfahren für den 1946 gestorbenen Bischof von Münster, Kardinal Clemens August Graf von Galen, ist abgeschlossen.
Dies habe die vatikanische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen in Gegenwart von Papst Johannes Paul II. in einem Dekret verkündet, teilte die Bischöfliche Pressestelle in Münster mit. Damit werde die bevorstehende Seligsprechung rechtskräftig. Von Galen zählte zu den führenden Persönlichkeiten des deutschen Katholizismus im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime.


Nachwuchs-Opernsänger können sich vom 1. Januar an wieder für den internationalen Gesangswettbewerb "Neue Stimmen" der Bertelsmann-Stiftung bewerben.
Die Stiftung teilte in Gütersloh mit, der Sängerwettstreit unter dem Juryvorsitz des früheren Ruhrtriennale-Chefs Gérard Mortier werde vom 17. bis zum 22. Oktober nächsten Jahres ausgetragen. Der 1. Preis ist mit zehntausend Euro dotiert.


Das RIAS-Jugendorchester in Berlin bleibt bestehen.
Dies teilte die Vorsitzende des Fördervereins, die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn, mit. Der Vereinsvorstand habe beschlossen, das Orchester auch ohne die finanzielle Förderung des DeutschlandRadios weiterzuführen. Möglich geworden sei dies durch ein kontinuierliches Sponsoring als Folge der künstlerischen Leistung.
Unterdessen haben sich rund 20.000 Menschen in einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des Münchner Rundfunkorchesters ausgesprochen. Es soll nach dem Willen des Bayerischen Rundfunks aus Kostengründen im Jahr 2006 aufgelöst werden.


Neue Operndirektorin am Stadttheater Gießen wird zum Beginn der kommenden Spielzeit Dominique Caron.
Die 47-jährige künstlerische Betriebsdirektorin am Nationaltheater Mannheim trete die Nachfolge des nach Bielefeld wechselnden Joel Revelle an, teilte das Gießener Theater mit. Frau Caron wurde in Paris geboren und arbeitete unter anderem an der San Francisco Opera sowie an der Deutschen Oper Berlin.
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