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27.12.2004

Die deutschen Kinos haben in den ersten zehn Monaten dieses Jahres ein Besucherplus von 14,5 Millionen verbucht.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die Umsätze um 13 Prozent gestiegen, erläuterte Kulturstaatsministerin Weiss in Berlin. Bis Mitte Dezember seien insgesamt 115 Millionen Kinotickets verkauft worden. Frau Weiss wertete dies als Erfolg des deutschen Films und des Anfang 2004 in Kraft getretenen neuen Filmförderungsgesetzes. Der Marktanteil deutscher Filme liege bei über 23 Prozent, betonte die parteilose Politikerin. Im Vorjahr habe der Marktanteil bei 17,5 Prozent gelegen.

Das "Unwort des Jahres" 2004 wird gesucht.
Vorschläge können noch bis zum 9. Januar eingereicht werden. Gesucht werden Wörter, die im zu Ende gehen Jahr besonders negativ aufgefallen sind. Die Entscheidung über das "Unwort des Jahres" wird am 18. Januar bekannt gegeben, wie der Frankfurter Universitätsprofessor und Initiator der Initiative, Schlosser, mitteilte. Unter den bislang eingegangenen rund 1600 Vorschlägen befinden sich Wörter wie "Armutsgewöhnungszulage" im Zusammenhang mit dem Arbeitslosengeld II oder "Konsumverweigerung" für Vorsicht beim Geldausgeben.

Der deutsche Dirigent Justus Frantz wird als erster Europäer in Peking das traditionelle Neujahrskonzert leiten.
In der Großen Halle des Volkes dirigiert Frantz nach Angaben seines Sprechers das Beijing Symphony Orchestra und das China Symphony Orchestra. Zu den Solisten gehöre der spanische Startenor José Carreras. Neben Staatschef Hu werde die gesamte chinesische Regierung erwartet.

Deutschland und Russland wollen einen neuen Anlauf unternehmen, um die Gespräche über die so genannte Beutekunst voranzubringen.
Neue bilaterale Arbeitsgruppen sollten sich zunächst mit Einzelfragen beschäftigen, verlautete heute aus der Behörde von Kulturstaatsministerin Weiss in Berlin. Die Ministerin hatte vor einer Woche an den deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Hamburg teilgenommen
und dabei mit ihrem Amtskollegen Sokolow auch über die Rückführung von kriegsbedingt verschleppten Kulturgütern gesprochen.

Die einzige Tochter des spanischen Malers Miró, Maria Dolors Miró Juncosa, ist in Palma de Mallorca gestorben.
Laut örtlichen Presseberichten erlag die 74-Jährige einem Herzinfarkt. Dolors war die Ehrenvorsitzende der Miró-Stiftungen in Barcelona und Palma de Mallorca. Die Tote soll an der Seite ihrer Eltern in ihrer Heimatstadt Barcelona beigesetzt werden.

Die Kulturpolitik in Deutschland kann nach Einschätzung des Deutschen Kulturrates auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken.
Die Reformen der Kultusministerkonferenz sowie die Arbeit der zuständigen Enquete-Kommission des Bundestages seien positiv verlaufen, sagte der Geschäftsführer Olaf Zimmermann in Berlin.
Als Kritikpunkte nannte er das Scheitern der Föderalismusreform und die Kürzung des Kulturetats im Haushalt des Auswärtigen Amtes. Auch der verheerende Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar sowie die drastische Erhöhung der Verwerterabgabe zur Künstlersozialkasse seien Beispiele für die dunkle Seite deutscher Kulturpolitik, meinte Zimmermann.

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