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28.12.2004

Für den Wiederaufbau der bei einem Brand zerstörten Anna Amalia Bibliothek in Weimar haben rund 15.000 Einzelpersonen, Unternehmen und Stiftungen gespendet.
Bislang seien mehr als acht Millionen Euro eingegangen, teilte die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen mit. Das Vorhaben sei auch durch Erlöse aus Benefizkonzerten, Schülerprojekten und Kunstauktionen unterstützt worden. Darüber hinaus stellte der Freistaat Thüringen gemeinsam mit der Bundesregierung 15 Millionen Euro zur Verfügung. Bei dem Feuer am 2. September waren rund 50.000 Bücher verbrannt und weitere 65.000 Bände zum Teil schwer beschädigt worden.

Der Deutsche Buchhandel geht für das Jahr 2004 von einem stabilen Umsatz im Vergleich zu 2003 aus.
Nach Rückgängen in den Jahren 2002 und 2003 werde man nun mit einer "schwarzen Null" abschließen, sagte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Dieter Schormann, in Frankfurt am Main. Die Entwicklung sei auf ein gutes Weihnachtsgeschäft zurückzuführen. Für das kommende Jahr erwarte er eine Fortsetzung des positiven Trends.

Der Schriftsteller Hannsferdinand Döbler ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Er erlag am Samstag in Hannover einer schweren Krankheit, wie seine Familie mitteilte. Zu seinen bekanntesten Werken gehört "Kein Alibi - Ein deutscher Roman 1919-1945". Darin setzt sich Döbler mit seiner Jugend und der Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg auseinander.

In Hamburg wird ein Museum entstehen, das an die millionenfache Auswanderung in aller Herren Länder erinnert.
Das teilte Kultursenatorin Karin von Welck heute in der Hansestadt mit. Das Auswanderermuseum werde im Stadtteil Veddel errichtet. Dazu sei eine Dauer-Ausstellung mit dem Titel "Hamburg als Auswandererstadt" im Museum für Hamburgische Geschichte geplant.
Zwischen 1850 und 1934 wanderten mehr als fünf Millionen Menschen über Hamburg aus.

Die Schauspieler Brigitte Mira und Erwin Geschonneck sind zu Ehrenmitgliedern der neu gegründeten Deutschen Filmakademie ernannt worden.
Den Titel erhielten auch der Regisseur Kurt Maetzig, der Kulturpolitiker Hilmar Hoffmann und der Filmausstatter Ken Adam, teilte die Filmakademie in Berlin mit. Alle Fünf hätten sich große Verdienste um den deutschen Film erworben.

Der österreichische Architekt Günther Domenig erhält den mit 30.000 Euro dotierten Großen Österreichischen Staatspreis 2004.
Es ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Österreich alljährlich an einen Künstler vergibt. International bekannt wurde Domenig unter anderem mit seinen Entwürfen für die Olympischen Spiele 1972 in München. Der Termin für die Preisverleihung steht nach Angaben des Wiener Kultusministeriums noch nicht fest.





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