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3.1.2005

Die amerikanische Filmindustrie hat im vergangenen Jahr einen Rekord erzielt.
An den Kinokassen wurden etwa 9,4 Milliarden Dollar eingenommen. Nach Branchenangaben ist dies allerdings vor allem auf höhere Preise zurückzuführen. Die Zahl der Zuschauer ging im Vergleich zu 2003 um rund 1,7 Prozent zurück. Erfolgreichster Film war "Shrek 2" vor dem Streifen "Die Passion Christi" von Mel Gibson. Auf dem dritten Platz landete "Spiderman 2".


Das Feuer in der zum Weltkulturerbe gehörenden Altstadt von Quedlinburg ist wahrscheinlich durch Brandstiftung oder eine Silvesterrakete ausgelöst worden.
Ein Polizeisprecher erklärte, ein technischer Defekt könne ausgeschlossen werden. Das Feuer war in der Silvesternacht in einem Dachstuhl im historischen Kern der sachsen-anhaltischen Stadt ausgebrochen. Drei unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurden stark beschädigt. Darunter ist das Palais Salfeldt, das Sitz der Stiftung Denkmalpflege und der Weltkulturerbe Stiftung ist. Der Schaden wird auf drei Millionen Euro geschätzt.


Neuer Geschäftsführer der Kulturstiftung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ist der Berliner Medienmanager Volker Bartsch.
Nach Angaben der Stiftung wurde der bisherige Amtsinhaber Raju Sharma vom Aufsichtsrat abberufen. Grund sind einem Bericht des "Tagesspiegels" zufolge Auseinandersetzungen zwischen beiden Gremien. Scharma erklärte, er habe keine Begründung für die Entscheidung erhalten und behalte sich rechtliche Schritte vor. Zu den Aufgaben der Kulturstiftung gehört unter anderem die Vorbereitung eines Filmwettbewerbs zur WM.


Die Frankfurter Buchmesse bekommt einen neuen Direktor.
Nachfolger von Volker Neumann wird der bisherige Verlagsmanager Jürgen Boos, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mitteilte. Boos ist seit 1997 Mitglied der Geschäftsleitung des Wissenschaftsverlages Wiley-VHC. Sein neues Amt soll er Anfang April übernehmen.


Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die CDU-Politikerin Wanka, will im Bildungsstreit zwischen Bund und Ländern vermitteln.
In der Debatte über die Zuständigkeiten für Schulen und Hochschulen sei eine moderierende Rolle besonders wichtig, sagte Johanna Wanka der Nachrichtenagentur dpa. Kritik an der föderalen Organisation der Bildung in Deutschland wies sie zurück. Wissenschaft und Forschung sollten weiterhin als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern betrachtet werden. Auf keinen Fall könne man sagen, mehr Bundeskompetenz würde die Problemlösung erleichtern, meinte Frau Wanka. Unter anderem am Streit über die Bildungskompetenzen war im Dezember die Föderalismusreform gescheitert. Frau Wanka, die auch brandenburgische Forschungsministerin ist, hat ihr Amt an der Spitze der Kultusministerkonferenz zum Jahreswechsel übernommen.

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