KulturNachrichten
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6.1.2005

Das Benefiz-Konzert des Bundespräsidenten wird in diesem Jahr den Opfern der Flut-Katastrophe in Asien gewidmet.
Das Konzert der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle findet nach Angaben des Präsidialamtes am 26. Februar in der Philharmonie statt. Auf dem Programm stehen Symphonien von Wolfgang Amadeus Mozart.

Die Katholische Kirche will die Bewerbung Regensburgs als europäische Kulturhauptstadt 2010 vorerst nicht weiter unterstützen.
So würden die "Regensburger Domspatzen" nicht mehr als Botschafter auftreten, berichtet die "Mittelbayerische Zeitung". Hintergrund sind Differenzen über eine nach Ansicht der Diözese zu provokant geplante Werbekampagne. Darin sei eine Skulptur des Künstlers Martin Kippenberger vorgesehen, die einen ans Kreuz geschlagenen Frosch mit Bierseidel zeige. Dies sei eine öffentliche Beleidigung des christlichen Glaubens, begründete das Bistum die Rückzug-Entscheidung.

Vor dem Landgericht Straßburg hat der Prozess gegen den Kunsträuber Stephane Breitwieser wegen einer Serie von Diebstählen in europäischen Museen begonnen.
Der aus dem Elsass stammende Angeklagte hatte in sieben Ländern rund 240 bedeutende Kunstwerke gestohlen. Mitangeklagt ist seine Mutter, die einen Großteil der geraubten Werke später vernichtet hatte. Darunter befanden sich Gemälde von Antoine Watteau, Piet Breughel und Albrecht Dürer mit einem geschätzten Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro. In Straßburg steht Breitwieser wegen 20 Diebstählen in Frankreich vor Gericht. Er war zuvor in der Schweiz bereits zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

In der Berliner Gemäldegalerie ist ein bisher unbekanntes Mozart-Portrait entdeckt worden.
Das Bild von Johann Georg Edlinger sei wahrscheinlich während Mozarts letztem Aufenthalt in München 1790 entstanden, teilten die Staatlichen Museen zu Berlin mit. Das vor 70 Jahren erworbene Gemälde war vor kurzem mittels Computertechnik analysiert worden. Nach seiner Neubestimmung wurde das Werk restauriert. Es soll am 27.Januar, dem 249. Geburtstag Mozarts, in der Gemäldegalerie am Kulturforum der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Fünf Monate nach dem Brandunglück nimmt die Weimarer Anna Amalia Bibliothek ihren Betrieb wieder auf.
Anlass sei die Einweihung des neu errichteten Studienzentrums am 4.Februar, teilte die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen mit. Zu dem neuen Bibliotheks-Quartier gehören zwei Magazine und verschiedene Lesebereiche. Dort stehen insgesamt rund 900.000 Bücher zur Verfügung.

Das Kuratorium "junger deutscher Film" präsentiert anlässlich seines 40-jährigen Bestehens eine Retrospektive auf dem Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken.
Gezeigt werden geförderte Filme der vergangenen vier Jahrzehnte, darunter "Mahlzeiten" von Edgar Reitz und das "Arche Noah Prinzip" von Roland Emmerich. Erstmals wird im Rahmen des Max-Ophüls-Festivals vom 17. bis 23. Januar ein Förderpreis der DEFA-Stiftung verliehen. Er ist mit 4.000 Euro dotiert und wird als Stipendium an junge Filmemacher vergeben.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat sich positiv über die Kinokomödie "Alles auf Zucker!" geäußert.
Der Film von Regisseur Dani Levy könne zur Normalität zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland beitragen, sagte Spiegel im DeutschlandRadio Berlin. Der Streifen gehe in einer lockeren Darstellungsform an jüdischen Humor und jüdischen Alltag heran."Alles auf Zucker!" läuft heute in den deutschen Kinos an.
Interview mit Paul Spiegel zu "Alles auf Zucker!"

Im ägyptischen Luxor haben Forscher die Mumie von Pharao Tutenchamun aus ihrem Sarkophag gehoben und erstmals per Computer-Tomographie untersucht.
Dadurch soll festgestellt werden, wie alt der König wurde, der nach den bisherigen Erkenntnissen 1319 vor Christus etwa zehn Jahre lang regierte. Außerdem wollen die Experten herausfinden, ob er durch einen Unfall starb oder durch Mord. Der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Hawwas, erklärte, es seien rund 1700 Aufnahmen der stark beschädigten Mumie gemacht worden. Eine DNA-Analyse habe er aber nicht zugelassen. Der Grabschatz Tutenchamuns ist zurzeit in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen.

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