KulturNachrichten
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10.1.2005

Aus einem Museum in der niederländischen Stadt Hoorn haben Unbekannte Bilder und Silber im Wert von zehn Millionen Euro gestohlen.
Nach Angaben der Polizei und der Museumsleitung entwendeten die Diebe mehr als 15 Gemälde niederländischer Meister aus dem 17. Jahrhundert und nahmen silberne Gebrauchsstücke mit. Die Bilder gehörten zu einer Ausstellung, die gestern zu Ende gegangen war. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter die erst vor wenigen Tagen überprüfte moderne Alarmanlage ausschalten konnten. Nach Darstellung der Museumsleitung sind die Gemälde zu bekannt, um verkauft werden zu können.

Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Johanna Wanka, hat das Scheitern einer gemeinsamen Kulturstiftung von Bund und Ländern beklagt.
Dies sei ein Rückfall in kleinstaaterische Traditionen, schreibt Frau Wanka im Mitteilungsblatt der in Berlin ansässigen Länder-Kulturstiftung. Es sei unerklärlich, dass Deutschland mit seinem reichen kulturellen Erbe nicht in der Lage sei, eine große nationale Stiftung zu schaffen.

Der Ballettdirektor der Staatsoper Hannover, Stephan Thoss, wird das Haus zum Ende der kommenden Spielzeit verlassen.
Wie die Oper Hannover mitteilte, wird Thoss seinen im Sommer 2006 auslaufenden Vertrag auf eigenen Wunsch hin nicht verlängern. Grund seien unterschiedliche künstlerische Schwerpunkte, die eine Zusammenarbeit von Thoss mit dem designierten Intendanten Michael Klügl unmöglich machten. Thoss ist seit 2001/02 Ballettdirektor der Staatsoper. In dieser Zeit zeigte er unter anderem Abend füllende Handlungsballette wie die russische Trilogie "Nach Moskau" und "Incantations".

Behörden der Stadt Frankfurt am Main haben ein Kunstwerk als vermeintlich wild abgestellten Sperrmüll verbrannt.
Wie Korrespondenten berichten, übernahm der von Oberbürgermeister Petra Roth persönlich bestellte Leiter der Stabsstelle "Sauberes Frankfurt", Peter Postleb, die Verantwortung für das Vorgehen. Er selbst habe die gelben Plastikteile der Skulptur für Müll gehalten und ihren Abtransport veranlasst. Der Künstler Michael Beutler zeigte sich erfreut über Postlebs Offenheit und will keinen Schadensersatz fordern.

Mit einem Besucherrekord ist im Kölner Museum Ludwig die Retrospektive mit Werken des amerikanischen Malers Edward Hopper zu Ende gegangen.
Wie die Veranstalter mitteilten, sahen in drei Monaten mehr als 358.000 Menschen die bislang erfolgreichste Ausstellung des Museums. Allein in den vergangenen Wochen seien täglich rund 7000 Besucher gekommen, um die Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen zu sehen. In Kooperation mit der Tate Modern in London zeigte das Museum Ludwig die Entwicklung Hoppers über mehr als sechs Jahrzehnte. Die Leihgaben stammten bis auf eine Ausnahme aus den USA.

Einsteins Relativitätstheorie kommt jetzt auch als Ballett auf die Bühne.
Die Uraufführung mit dem Titel "Constant Speed" ist für Mai in London geplant. Es wird von der ältesten britischen Tanzgruppe "Rambert" aufgeführt. Der Choreograf Mark Baldwin ließ sich während der Ausarbeitung von einem Physikprofessor beraten. Die Musik dazu von Franz Léhar stammt aus dem Jahr 1905. Vor hundert Jahren veröffentlichte der deutsche Physiker Albert Einstein seine wichtigsten Schriften.
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