KulturNachrichten
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17.1.2005

Kulturstaatsministerin Christina Weiss hat davor gewarnt, kulturelleWaren vor allem als Handelsobjekte zu betrachten.
Das kulturelle Erbe sowie Sprache und Traditionen seien wesentliche Bestandteile der nationalen Identität, sagte Frau Weiss auf einer UNESCO-Tagung in Berlin. Bei den Gesprächen im Kanzleramt bereiten mehr als 120 Experten das so genannte UNESCO-Übereinkommen zum Schutz kultureller Vielfalt vom 31. Januar bis13. Februar in Paris vor. Dessen Ziel ist es, kulturpolitische Vorhaben mit internationalen Handelsabkommen in Einklang zu bringen.


Die Schauspieler Daniel Brühl und Audrey Tautou erhalten den Adenauer-de-Gaulle-Preis für deutsch-französische Zusammenarbeit.
Das teilten Europa-Staatsminister Hans Martin Bury und seine französische Kollegin Claudie Haigneré in Paris mit. Die mit 10.000Euro dotierte Auszeichnung wird am Freitag in Paris verliehen.


Die kanadische Krimi-Autorin Charlotte MacLeod ist tot.
Sie starb im Alter von 82 Jahren in einem Pflegeheim in Lewiston im US-Bundesstaat Maine. MacLeod schrieb mehr als 30 Bücher. In ihren Werken verzichtete die Schriftstellerin weitgehend auf rohe Gewalt und Kraftausdrücke.


Bei der Verleihung der Golden Globes in Beverly Hills ist die Filmbiographie "Aviator" mit Leonardo DiCaprio drei Mal ausgezeichnet worden.
Der Streifen über das Leben des exzentrischen Flugpioniers und Filmmoguls Howard Hughes wurde von Hollywoods Auslandspresse zum besten Filmdrama gekürt. DiCaprio wurde als bester Hauptdarsteller geehrt. Howard Shore erhielt den Preis für die beste Filmmusik. Der Regisseur des Films, Martin Scorsese, ging leer aus. Zwei Golden Globes erhielt "Sideways" von Alexander Payne. - Das Abschneiden bei der Globe-Verleihung gilt als Stimmungsbarometer für die Oscar-Vergabe. Sie findet Ende Februar statt.


Das Saarländische Staatstheater schließt zur kommenden Saison mit dem Theater Sankt Arnual eine seiner drei Spielstätten.
Dieser Schritt sei angesichts der geplanten Etatkürzungen unausweichlich,teilte der Aufsichtsrat in Saarbrücken mit. Das Land will den Haushalt des Drei-Sparten-Hauses von derzeit 24,5 Millionen Euro jährlich auf 18,5 Millionen Euro jährlich bis zum Jahr 2009 reduzieren.
Generalintendant Kurt-Josef Schildknecht erklärte, der Beschluss, Sankt Arnual zu schließen, sei künstlerisch falsch. Er trage die Entscheidung aus finanziellen Gründen jedoch mit.


Der Regisseur Armin Petras unterzeichnet am Mittwoch den Vertrag für die Übernahme der Intendanz des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin.
Das teilte ein Sprecher von Kultursenator Thomas Flierl mit. Petras übernimmt die Leitung des Hauses zu Beginn der Spielzeit 2006/2007. - Petras, der unter dem Pseudonym "Fritz Kater" auch als Dramatiker bekannt ist, wurde 2003 und 2004 von der Zeitschrift "Theater Heute" zum "Autor des Jahres" gekürt.
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