KulturNachrichten
KulturNachrichten
Montag bis Donnerstag in der OrtsZeit • 18:40
27.1.2005

Am 60. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz haben Unbekannte erneut einen Anschlag mit Farbe auf die umstrittene "Flick Collection" in Berlin verübt.
Nach Polizeiangaben verschütteten sie im Eingangsbereich des Museums für Gegenwart "Hamburger Bahnhof" mehrere Liter Dispersionsfarbe und legten Flugblätter aus. Darauf wurde die im Museum ausgestellte "Friedrich Christian Flick Collection" in Zusammenhang mit dem früheren Konzentrationslager Auschwitz gebracht.


Der amerikanische Architekt Philip Johnson ist tot.
Er starb im Alter von 98 Jahren im US-Bundesstaat Connecticut. Johnson galt als Mitbegründer der modernen Architektur mit verglasten Hochhäusern. Berühmt wurde er vor allem durch das "Seagram Building" in New York, das er zusammen mit Ludwig Mies van der Rohe erbaute. In Berlin schuf Johnson 1996 ein dreieckiges Bürocenter am "Checkpoint Charlie".


Der Niederländer Louwrens Langevoort wird neuer Intendant der Kölner Philharmonie.
Nach Angaben von Kölns Oberbürgermeister Schramma soll er sein Amt im August antreten. Langevoort war zuletzt Intendant der Hamburger Statsoper und tritt die Nachfolge des im September verstorbenen Albin Hänseroth an. In seiner Erklärung nannte Schramma den Niederländer einen renommierten und erfahrenen Kultur-Manager.


Der Regisseur Roland Emmerich wird der diesjährigen Internationalen Jury der Berlinale vorsitzen.
Dem Gremium gehören auch Schauspielerin Franka Potente und Modeschöpfer Nino Cerruti an, wie das Festivalbüro in Berlin mitteilte. Insgesamt besteht die Jury, die über die Vergabe des Goldenen und Silbernen Bären entscheidet, aus sieben Mitgliedern.


Die Filmförderungsanstalt FFA unterstützt neun deutsche Filme mit Beihilfen in der Gesamthöhe von 2,65 Millionen Euro.
Dies gab die Bundesanstalt in Berlin bekannt. Die höchsten Einzelsummen von 600.000 Euro gehen an "Vom Suchen und Finden der Liebe", "Felix - eine Hase auf Weltreise" und "In 80 Tagen um die Welt". Das Geld wird zu gleichen Teilen für den Verleih und für Fernsehwerbung bereitgestellt. Ein bislang unbekanntes Stück von Ludwig van Beethoven feiert am kommenden Dienstag in Rotterdam Weltpremiere. Das Adagio sei Teil eines vollständigen, aber nicht mehr aufzufindenden Konzertes, sagte der Orchesterleiter van Alphen. Es wurde auf Grundlage von Partituren rekonstruiert, die im Britischen Museum in London gefunden worden waren, und hat eine Länge von etwa acht Minuten.


Ein Raubkopierer ist zu einer Geldstrafe von 16.000 Euro verurteilt worden.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen sprach heute von einer der höchsten Geldstrafen, die bislang für ein derartiges Delikt verhängt worden seien. Der aus Gießen stammende Mann hatte Kopien von Filmen wie "Troja" oder "Last Samurai" im Internet angeboten. Die Polizei entdeckte bei einer Hausdurchsuchung bei ihm rund 250 illegal kopierte CDs und DVDs.


Nach dem Verbot der "Weber"-Inszenierung in Dresden haben die beteiligten Laienschauspieler mit einem offenen Brief protestiert.
Sie verwahren sich vor allem gegen Behauptungen, sie hätten faschistisches Gedankengut verbreitet. Die Änderungen, die sie mit dem Regisseur und dem Dramaturgen am Originaltext vorgenommen hätten, beschrieben den Zustand der Gesellschaft und seien deshalb im Sinne des Autors Gerhart Hauptmann. Wegen der geänderten Passagen war die Aufführung des Stückes vom Berliner Landgericht untersagt worden.
-> KulturNachrichten
-> weitere Beiträge