KulturNachrichten
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31.1.2005

Die Deutsche Orchestervereinigung beklagt eine mangelnde musikalische Förderung von Jugendlichen.
Immer mehr Kinder in Deutschland seien musikalische Analphabeten, erklärte DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens in Berlin. Sie könnten nicht mehr richtig singen, geschweige denn ein Instrument spielen. Das gefährde nicht nur die Zukunft der deutschen Musikkultur, sondern schädige das gesamte Bildungsniveau. Verantwortlich seien die Schulen, an denen der Musik-Unterricht immer weiter zurückgehe.


In Paris hat eine Konferenz der UNESCO zum Schutz der kulturellen Vielfalt begonnen.
Experten aus 190 Staaten beraten knapp zwei Wochen lang über ein entsprechendes Abkommen. Der Generalsekretär der deutschen UNESCO-Kommission, Roland Bernecker, sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Globalisierung erschwere es den Regierungen immer mehr, ihre Politik gegenüber der Dynamik des Marktes durchzusetzen. Zugleich gebe es eine starke Kulturindustrie in den USA. Es gehe zwar nicht darum, diese zu schwächen, dennoch müsse man verhindern, dass sie andere regionale Kulturen überrolle.


Indien wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2006.
Messe-Chef Volker Neumann erklärte, ausschlaggebend für die Wahl Indiens sei die rasante Entwicklung des Verlagswesens auf dem Subkontinent. Diese mache das Land zu einem der interessantesten Märkte der Welt. Gastland in diesem Jahr ist Korea. Auf der weltgrößten Messe für Bücher im Oktober werden erstmals auch Antiquariate vertreten sein.


Themen der "documenta 12" sind die Moderne, die menschliche Existenz und die Frage der Bildung.
Der Leiter der Weltkunstschau, Roger M. Buergel, stellte in Kassel die ersten Entwürfe für die Ausstellung in zwei Jahren vor. An der Vorbereitung seien bereits 70 Kunstzeitschriften aus aller Welt beteiligt. Das Publikum solle bereits im Vorfeld der documenta in die Diskussionen einbezogen werden, betonte Buergel.


Zwei bisher unbekannte Zeichnungen des Künstlers Ernst Ludwig Kirchner sind im Westfälischen Landesmuseum Münster bei Restaurationsarbeiten entdeckt worden.
Dabei handele es sich um zwei Akte und ein Frauenporträt aus den Jahren 1910 und 1920/21, teilte ein Sprecher mit. Sie befänden sich auf der Rückseite zweier Kirchner-Werke, die bereits seit den 50er Jahren im Besitz des Museums seien.


Der Intendant der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, bleibt bis Ende 2010 im Amt.
Kulturstaatsministerin Weiss gab in Berlin die Entscheidung des Aufsichtsrats bekannt. Damit könnten die Festspiele ihr künstlerisches Profil und ihre kulturpolitische Ausstrahlung weiter entwickeln, betonte Weiss. Unter einem gemeinsamen Dach werden unter anderem das Jazz Fest Berlin, das internationale Literaturfestival sowie das Theatertreffen zusammengefasst. Seit 2001 haben die Festspiele mit der ehemaligen Freien Volksbühne ein eigenes Haus.
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