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2.2.2005

Nach dem Verbot der Inszenierung des Hauptmann-Werkes "Die Weber" bringt das Staatsschauspiel Dresden nun ein Stück unter dem Namen "Die Dresdner Weber" auf die Bühne.
Es werde erstmals am 14. Februar zu sehen sein, teilte das Theater mit. Zu inhaltlichen Änderungen machte die Intendanz zunächst keine Angaben. Details würden morgen bekannt gegeben, hieß es.
Das Landgericht Berlin hatte im Januar eine auf Betreiben des Verlags "Felix Bloch Erben" erlassene einstweilige Verfügung gegen die Inszenierung bestätigt. Nach Ansicht der Richter waren die Text-Ergänzungen von Regisseur Volker Lösch nicht genehmigt gewesen. Der Verlag "Felix Bloch Erben" hält die Bühnenrechte an den Stücken Gerhart Hauptmanns.


Das Theater an der Ruhr in Mülheim und die Städtischen Bühnen Istanbul haben einen Kooperationsvertrag geschlossen.
Die Zusammenarbeit sei für drei Jahre vereinbart, erklärte eine Sprecherin des Theaters in Mülheim an der Ruhr. Geplant seien Gastspiele und gemeinsame Theaterprojekte. Mit dem Kooperationsvertrag knüpft die Mülheimer Einrichtung an bereits seit den 80er Jahren bestehende Kontakte mit türkischen Theatern an.


Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik geht in diesem Jahr an Hubert Spiegel von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Spiegel verbinde als Leiter der Literatur-Redaktion in seinen Texten fundiertes Wissen mit Eleganz und Prägnanz, erklärte die Jury in Frankfurt am Main. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird vom "Börsenblatt" verliehen, dem Organ des Deutschen Buchhandels. Der Preis wird auf der Leipziger Buchmesse verliehen.


Der ehemalige Direktor des Essener Museums Folkwang, Georg W. Költzsch, ist tot.
Er erlag in der vergangenen Nacht einer schweren Krankheit, wie die Stadt Essen mitteilte. Költzsch amtierte von 1988 bis 2002. Er wurde 66 Jahre alt.


Die Tutanchamun-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle hat in den ersten drei Monaten seit der Eröffnung nahezu 350.000 Interessierte angezogen.
Museumssprecherin Maja Majer-Wallert erklärte in Bonn, man rechne mit insgesamt rund einer halben Million Besucher bis zum Ende der Schau am ersten Mai.
Die Wanderausstellung mit den Grabschätzen aus dem Tal der ägyptischen Könige ist erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder in Europa zu sehen. Die 120 Leihgaben aus dem Ägyptischen Museum in Kairo sollen im Anschluss in den USA gezeigt werden.


Der Maler Gerhard Richter schenkt dem Kölner Dom ein von ihm gestaltetes Glasfensterbild.
Der Künstler werde ein im Zweiten Weltkrieg zerstörtes Fenster im Südquerhaus gestalten, teilte die Dombauverwaltung mit. Richter lege für die rund 100 Quadratmeter große Fläche demnächst einen Entwurf vor. Die Vorlage werde in der Glaswerkstatt der Dombauhütte umgesetzt.
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