KulturNachrichten
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7.2.2005

Die Arbeit der Koordinierungsstelle für Raub- und Beutekunst in Magdeburg ist für weitere fünf Jahre gesichert.
Bund und Länder hätten sich auf die Finanzierung bis 2009 verständigt, teilten Kulturstaatsministerin Christina Weiss und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Johanna Wanka, in Berlin mit. Die Koordinierungsstelle dokumentiert über ihre Internet-Datenbank von den Nazis entzogene und später von den Siegermächten ins Ausland gebrachte Kulturgüter. Bis heute sind dort mehr als 80.000 detailliert beschriebene Kulturgüter in Form von Such- und Fundmeldungen verzeichnet.


In der Europäischen Union soll die Flut unerwünschter Werbe-E-Mails wirksamer bekämpft werden.
Wie ein Sprecher der zuständigen Kommissarin Viviane Reding in Brüssel mitteilte, erwartet die Behörde, dass sich in den nächsten Wochen alle 25 Mitgliedsstaaten zu einem so genannten "Anti-Spam-Bündnis" zusammenschließen. Bislang hätten sich bereits 13 Regierungen an der Initiative beteiligt. Deutschland sei nicht darunter.


Der Schauspieler und Kabarettist Wolfgang Stumph bekommt in diesem Jahr den Till-Eulenspiegel-Satirepreis.
Mit Fernsehserien wie "Salto Postale" und Filmen wie "Go Trabi Go" habe Stumph seinen hintergründigen Humor unter Beweis gestellt, erklärte die Jury. Er spiele Sachsen, über die man lachen könne, die aber nicht lächerlich seien. Der Geist Till Eulenspiegels sei in ihm immer noch lebendig. Vor Stumph haben den Preis unter anderem der Kabarettist Dieter Hildebrandt und Vicco von Bülow, alias Loriot, erhalten.


Der britische Dirigent Daniel Harding übernimmt 2007 die Leitung des Schwedischen Radio-Symphonieorchesters in Stockholm.
Nach Angaben des schwedischen Rundfunksenders SR unterschrieb Harding einen Vertrag über dreieinhalb Jahre. Der 30-Jährige war bis 1994 Assistent von Sir Simon Rattle, inzwischen Chef der Berliner Philharmoniker. Seine vor zwei Jahren begonnene Arbeit als künstlerischer Leiter des Mahler Chamber Orchestra und des Opernfestivals im französischen Aix-en-Provence werde Harding weiterführen.


Mitten in der Londoner City haben Archäologen einen nahezu unbeschädigten römischen Holzsarg mit einem Skelett aus der Zeit um 120 nach Christus entdeckt.
Nach ersten Erkenntnissen der Wissenschaftler waren die sterblichen Überreste des etwa 25 Jahre alten Mannes in der feuchten Erde luftdicht eingeschlossen und konnten deshalb nahezu 2000 Jahre überdauern. Als Grabbeigabe fand sich außerdem eine Weinkaraffe. Bauarbeiter waren nach einem Bericht der "Times" auf den außergewöhnlichen Fund gestoßen. Die Römer hatten Britannien im Jahr 43 nach Christus erobert.


US-Filmstar Will Smith hat sich über den alltäglichen Rassismus in seiner Heimat beklagt.
Das Publikum würde es beispielsweise nie akzeptieren, wenn er im Film eine weiße Frau küssen würde, sagte Smith der Zeitschrift "Maxim". Bei den hohen Produktionskosten gingen die Filmstudios daher immer noch lieber auf Nummer Sicher. In den USA sei Rassismus weiterhin ein Problem.
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