KulturNachrichten
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10.2.2005

Immer mehr junge Europäer lernen schon in der Grundschule eine Fremdsprache.
Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, liegt der Anteil bei 50 Prozent. In Deutschland lerne jedoch nur jedes fünfte Kind in den ersten Schuljahren eine Fremdsprache. An der Untersuchung waren neben den 25 EU-Staaten auch Island, Liechtenstein, Norwegen sowie Bulgarien und Rumänien beteiligt. In fast allen Staaten außer in Irland und Schottland ist der Erwerb einer Fremdsprache während der Schulzeit nach Kommissionsangabenverpflichtend. An erster Stelle steht Englisch.

Der Leiter der Berlinale, Kosslick, hat den geringen Anteil von Hollywood-Beiträgen im Wettbewerb des diesjährigen Filmfestivals verteidigt.
Viele Werke seien wegen der bevorstehenden Oscar-Verleihung bereits im Kino gelaufen, sagte Kosslick im DeutschlandRadio Berlin. Die Oscar-Verleihung beeinflusse aber durchaus das Programm der Berlinale. Zugleich hob er den hohen Anteil europäischer Produktionen hervor.

Deutschland und Neuseeland wollen künftig bei der Produktion von Filmen zusammenarbeiten.
Außenminister Fischer und der neuseeländische Premierminister Clark unterzeichneten in Wellington ein entsprechendes Abkommen. Es soll die Herstellung von deutsch- neuseeländischen Koproduktionen, insbesondere Kino-, Fernseh-, Videofilme und Digitalproduktionen, erleichtern. Kulturstaatsministerin Weiss begrüßte in Berlin die künftige Zusammenarbeit und betonte, damit werde der kulturelle Austausch vertieft.

Mexiko steht als erstes lateinamerikanisches Land im Mittelpunkt der Internationalen Kunstmesse ARCO, die heute in Madrid für das Publikum geöffnet wurde.
Insgesamt sind 290 Galerien aus 36 Ländern vertreten. Die Messe findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt, nachdem die baskische Terror-Organisation ETA gestern einen Anschlag vor dem Gelände verübt hatte. Wenige Stunden danach hatte die offizielle Eröffnungsgala mit König Juan Carlos, Königin Sofía und dem mexikanischen Präsidenten Fox stattgefunden.

Der israelische Klarinettist Giora Feidman erhält in diesem Jahr den Görlitzer Brückepreis für besondere Verdienste um die europäische Verständigung.
Feidman werde für sein jahrzehntelanges Engagement für die Versöhnung zwischen den Kulturen, zwischen Judentum und Christentum geehrt, hieß es zur Begründung. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im November statt.

Der Pianist Lazar Berman ist tot.
Wie die Deutsche Presse Agentur berichtete, starb der gebürtige Russe bereits am 6. Februar im Alter von 74 Jahren in Florenz. Er wurde vor allem durch seine Liszt- und Beethoveninterpretationen bekannt. In den vergangenen Jahren war er Gastdozent an der Musikhochschule "Franz Liszt" in Weimar.

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin hat die Sammlung des Fürsten von Hardenberg erworben.
Die rund 6000 Bände spiegelten die politische Arbeit des preußischen Ministers und Staatskanzlers wider, sagte ein Sprecher der Bibliothek. Der Kernbereich beinhalte historische und politisch-zeitgeschichtliche Werke.
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