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14.2.2005

Musik für die Menschenrechte: 18 bekannte deutsche Musikgruppen haben eine Benefiz-CD zu Gunsten von Flüchtlingen produziert.
Der Erlös aus dem Verkauf der Platte "On the run" kommt dem Verein "Pro Asyl" zu Gute. Unter den Interpreten sind neben den Toten Hosen auch Rosenstolz, die Sportfreunde Stiller und 2-Raumwohnung. "Pro Asyl" setzt sich mit seinen etwa 13.000 Mitgliedern für die Rechte von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Deutschland und Europa ein.


Die Münchner Geigerin Anne-Sophie Mutter und der Berliner Musikproduzent Martin Sauer sind in Los Angeles mit je einem Grammy ausgezeichnet worden.
Die US-Musikakademie verlieh Anne-Sophie Mutter den Preis für die Einspielung des von ihrem Mann André Previn komponierten "Violin Concerto Anne-Sophie" und Leonard Bernsteins "Serenade". Sauer erhielt einen der begehrten Musikpreise als Produzent der Opernaufnahme "Die Hochzeit des Figaro". Der im vergangenen Jahr verstorbene Sänger Ray Charles wurde bei den Grammy Awards acht Mal bedacht. Seine Platte "Genius Love Company", die er während der letzten Monate seines Lebens aufgenommen hatte, erhielt den Preis unter anderem als "Album des Jahres". Die Grammys wurden in insgesamt 107 Kategorien vergeben.


Der Schweizer Regisseur Dani Levy ist in Berlin für seine Komödie "Alles auf Zucker!" mit dem Ernst-Lubitsch-Preis der Filmkritik ausgezeichnet worden.
Der Streifen mit Henry Hübchen, Hannelore Elsner und Udo Samel in den Hauptrollen wird als eine "Wiederbelebung des deutsch-jüdischen Lustspiels" gewürdigt. Initiator des undotierten Preises war der Regisseur Billy Wilder. Die Auszeichnung wird seit 1957 vom Club der Filmjournalisten vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Harald Juhnke, Manfred Krug, Loriot und Tom Tykwer.


In Ägypten haben Dreharbeiten für den ersten arabischen Film über den Sturz des Regimes von Saddam Hussein im Irak begonnen.
Der Drehbuchautor und Regisseur Mohammed Amin erklärte in Kairo, bei dem Film handele es sich um eine schwarze Komödie. Im Zentrum der Handlung steht eine ägyptische Familie, die am Fernsehbildschirm den Fall von Bagdad im April 2003 miterlebt und sich Fragen über die politische Zukunft der gesamten Region stellt. Bevor der Regisseur die Dreherlaubnis erhielt, musste er dem Vernehmen nach erst noch einige Schwierigkeiten mit der Zensur aus dem Weg räumen.


Im Streit um den Erhalt des Münchner Rundfunkorchesters bahnt sich eine Einigung an.
Der stellvertretende Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung DOV, Claus Strulick, sagte in München, die Musiker hätten dem Abbau von 20 Planstellen und einem Gehaltsverzicht zugestimmt. In Zukunft werde man mit rund 50 Musikern auskommen müssen, betonte Strulick unter Hinweis auf Gespräche mit dem Bayerischen Rundfunk.

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