KulturNachrichten
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15.2.2005

In Köln ist der erste Spatenstich für eines der größten Projekte in der Geschichte der Archäologie Europas getan worden.
Über 100 Wissenschaftler aus mehreren Ländern werden in den kommenden vier Jahren entlang der Baumaßnahme für eine neue U-Bahnlinie rund 100.000 Kubikmeter Erdreich durchforschen. Bis zu 13 Meter mächtige Fundschichten aus sieben Jahr- tausenden zwischen Jungsteinzeit und Preußen-Ära würden abgetragen, sagte der Leiter der Kölner Bodendenkmalpflege, Hansgerd Hellenkemper. Für die zu erwartenden Fundmengen sei bereits eine Etage im Depot des Römisch-Germanischen Museums der Domstadt frei geräumt worden.

Die umstrittene Ausstellung zu Arno Breker im Schweriner Schleswig-Holstein-Haus wird bis auf weiteres verschoben.
Die geplante Schau werde wohl nicht mehr in diesem Jahr gezeigt, sagte Kulturdezernent Hermann Junghans in Schwerin. Zuvor müssten die Art der Präsentation im Schleswig-Holstein-Haus sowie Brekers Wirken insgesamt einer Überprüfung unterzogen werden. Der 1991 gestorbene Bildhauer und Architekt hatte im Auftrag des NS-Regimes heroisierende Monumentalplastiken angefertigt.

Der Intendant der Mailänder Scala, Carlo Fontana, soll nach dem Willen des Verwaltungsrates des Opernhauses abgelöst werden.
Nach italienischen Presseberichten gibt es seit Monaten Streit zwischen Fontana und dem Dirigenten Riccardo Muti. Hintergrund seien die schweren Finanzprobleme des Hauses, das im Dezember nach dreijähriger Renovierung wieder eröffnet wurde. Die Schulden der Scala werden auf rund 17 Millionen Euro bezif- fert. Immer wieder werden entschlossene Einsparungen und eine Neuorganisation gefordert.

Die Lehrer im Schweizer Kanton Zürich müssen künftig in reinem Hochdeutsch unterrichten.
Damit sollten die Deutsch-Fähigkeiten der Schüler verbessert werden, teilte der Bildungsrat des Kantons mit. Ab den Sommer- ferien sei das Schwyzerdütsch aus den Klassenzimmern vom ersten Schuljahr an verboten. Bisher sprechen Lehrer und Schüler im Sport-, Musik- und Kunstunterricht oder auch in Arbeitsgruppen bevorzugt das Schwyzerdütsch, einen alemannischen Dialekt.

Der österreichische Komponist Helmut Eder ist im Alter von 88 Jahren in Salzburg gestorben.
Wie seine Witwe heute mitteilte, erlag der Musiker bereits am 8. Februar einer schweren Krankheit. Eder galt als einer der produktivsten und vielseitigsten zeitgenössischen Komponisten.
Sein Gesamtwerk umfasst über 130 Kompositionen und reicht von Kammermusik über geistliche Musik und Orchesterwerke bis hin zur Oper. Seine Werke wurden von prominenten Orchestern wie den Wiener und den Berliner Philharmonikern uraufgeführt.

Oscar-Gewinner Daniel Day-Lewis ist für seine Verdienste um den Film mit der Berlinale-Kamera ausgezeichnet worden.
Der 47-jährige Ire präsentierte in Berlin seinen neuen Film "The Ballad of Jack and Rose". Die Berlinale-Kamera ist eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, denen sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin verbunden fühlen.
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