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17.2.2005

Der Tod des Dirigenten Marcello Viotti in München hat in der Musikwelt Trauer und Bestürzung ausgelöst.
Viotti, langjähriger Chef des Münchner Rundfunkorchesters, erlag den Folgen eines Schlaganfalls. Er wurde 50 Jahre alt. Der Intendant der Staatsoper in München, Jonas, würdigte Viotti als einen der populärsten Dirigenten überhaupt. Bayerns Ministerpräsident Stoiber sprach von einem schweren Verlust für die musikalische Welt. Viotti arbeitete zuletzt als Musikdirektor des Opernhauses La Fenice in Venedig.

Der deutsch-türkische Schriftsteller Feridun Zaimoglu wird am Abend in München mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet.
Der Autor habe der deutschsprachigen Literatur neue Themenbereiche erschlossen, heißt es in der Entscheidung der Jury. Zaimoglu ist unter anderem durch seinen Erzählband "Zwölf Gramm Glück" mit Geschichten aus Deutschland und der Türkei bekannt geworden. Der Preis wird von der Robert-Bosch-Stiftung vergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert.

Im Düsseldorfer Heinrich-Heine-Haus soll ein Literaturzentrum mit Buchhandlung entstehen. Die Umbauarbeiten für das 900.000 Euro teure Projekt sollen im Sommer beginnen.
In dem Gebäude in der Altstadt wurde der berühmte deutsch-jüdische Schriftsteller im Jahr 1797 geboren. Zurzeit ist dort das nach einer Heine-Figur benannte Gasthaus "Schnabelewopski" untergebracht. Es soll einer Buchhandlung weichen, in deren hinterem Teil ein Veranstaltungsraum für literarische Begegnungen eingerichtet wird. Auch die historische Fassade des Hauses soll restauriert werden. Die Stadt Düsseldorf hatte das Gebäude 1990erworben.

Nach nur dreieinhalb Monaten hat sich der Kölner Fernsehsender RTL von seinem neuen Geschäftsführer Marc Conrad getrennt.
Agenturberichten zufolge wurde Conrad intern Untätigkeit in dem Privatsender vorgeworfen, der zuletzt Marktanteile verloren hatte. Offiziell wurde über die Gründe der Entscheidung allerdings nichts mitgeteilt. Die Leitung des Senders übernimmt nun wieder der Chef der RTL-Group, Gerhard Zeiler. Als neue Stellvertreterin fungiert künftig die bisherige Chefin des Senders Vox, Anke Schäferkordt.

Die Berlinale soll nach dem Willen ihres Direktors Kosslick auch künftig ein politisches Filmfestival bleiben.
Solange es Rassismus und Diskriminierung auf der Welt gebe, müsse dies auch in Berlin gezeigt werden, sagte Kosslick am Rande eines Ökumenischen Empfangs der Kirchen in der Hauptstadt. Im Festival wurde heute auch der Film "Sometimes in April" über den Völkermord in Ruanda gezeigt. Der Spielfilm wurde an Originalschauplätzen in Afrika gedreht.

Im New Yorker Central Park haben bereits mehr als eine Million Menschen das am Wochenende eröffnete Kunstwerk von Christo und Jeanne-Claude, "The gates", besucht.
Diese Zahl nannte die Verwaltung des Parks. Die insgesamt 7500 Tore mit ihren orangefarbenen Vorhängen sind noch bis zum 28. Februar zu besichtigen.
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