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22.2.2005

Der Schauspieler Horst Drinda ist tot.
Das langjährige Ensemblemitglied des Deutschen Theaters starb nach Angaben der Familie im Alter von 77 Jahren in Berlin. In der DDR war Drinda nicht nur auf der Bühne, sondern auch in Film und Fernsehen einer der populärsten Darsteller. Er spielte unter anderem Chiles Präsident Salvador Allende, Verleger Axel Springer und den preußischen General Scharnhorst.

Michael Schindhelm wird erster Generaldirektor der Berliner Opernstiftung.
Wie der Berliner Kultursenator Thomas Flierl mitteilte, unterschrieb Schindhelm einen Fünf-Jahres-Vertrag. Er tritt sein neues Amt zum 1. April an, bleibt aber gleichzeitig bis zum Ende der Spielzeit 2005/2006 Theaterdirektor in Basel. Man habe sich darauf geeinigt, dass Schindhelm sich zunehmend auf seine neue Tätigkeit konzentrieren werde, teilte die Senats-verwaltung mit.
Als Generaldirektor der Opernstiftung wird der aus Thüringen stammende Schindhelm für die Staatsoper unter den Linden, die Deutsche Oper und die Komische Oper verantwortlich sein.

Der kubanische Schriftsteller und Regierungskritiker Guillermo Cabrera Infante ist im Alter von 75 Jahren in London gestorben.
Cabrera galt als einer der bedeutendsten spanischsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Hauptwerk "Drei traurige Tiger" erschien auch in deutscher Sprache.
Cabrera unterstützte zunächst die kubanische Revolution und war in den 60er Jahren Direktor des Nationalen Kulturrats und des Filminstituts in Havanna sowie Kulturattaché an der kubanischen Botschaft in Brüssel.1965 überwarf er sich mit Staatschef Fidel Castro und ging ins Exil nach Großbritannien.

Die wenigen erhaltenen Handschriften Friedrich Schillers in Weimar sind restauriert worden.
Etwa 300 Manuskripte des Dichters, darunter Vorstudien zu "Wilhelm Tell", hätten so vor weiterem Verfall bewahrt werden können, teilte die Stiftung Weimarer Klassik mit. Die Handschriften waren durch Tintenfraß, Schmutz und Risse gefährdet. Eine Spende
ermöglichte die Restaurierung zum 200. Todestag des Dichters in diesem Jahr. Schiller pflegte nach Vollendung seiner Werke alle Vorarbeiten und Studien zu vernichten. Daher sind nur wenige Original-Handschriften erhalten.

Der katholische Theologe Hans Küng wird mit dem Niwano-Preis ausgezeichnet.
Die japanische Niwano-Stiftung ehrt den Tübinger Wissenschaftler für sein Bemühen um ein religionsübergreifendes Weltethos und seinen leidenschaftlichen Einsatz für den Frieden. Der Preis ist mit 145.000 Euro dotiert und soll Küng am 11. Mai in Tokio überreicht werden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund sorgt sich um Nachwuchsmusiker.
Deshalb startet die DGB-Jugend am Samstag einen Wettbewerb. Dieser richte sich vor allem an junge Künstler und Bands, die sich in ihren Texten kritisch mit der Gesellschaft auseinandersetzen, betonte Projektleiterin Silvia Helbig in Berlin. Man suche keine gecasteten Karaoke-Stars, sondern Künstler mit Kopf und Herz, die ihre Meinung sagen und Musik nicht den kommerziellen Ansprüchen großer Plattenfirmen unterwerfen wollten.
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