LänderReport
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19.7.2004
Die Toten von Treuenbrietzen
Zum Schicksal der italienischen Militärangehörigen in Deutschland
Von Victoria Eglau

Mehr als ein halbe Million italienischer Soldaten befand sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden, als Mussolini stürzte, Italien die Achsenmächte verließ und sich auf die Seite der Alliierten schlug. Mit einem Schlag waren die italienischen Waffenbrüder zu Kriegsgegnern geworden. Sie wurden gefangen genommen, in Lager interniert und zur Zwangsarbeit gezwungen. Viele von ihnen wurden in den letzten Kriegswochen umgebracht. Bis heute blieb ihr Schicksal weitgehend unbeachtet. Und anders als die Zwangsarbeiter anderer Nationen erhalten die noch Lebenden keine Entschädigung von deutscher Seite. Dies hat das Bundesverfassungsgericht soeben erst wieder bekräftigt. Wie konnte es dazu kommen? Victoria Eglau ist dieser Frage nachgegangen. Am Beispiel jener 127 Italiener, die in Treuenbrietzen ermordet wurden und auf dem Waldfriedhof von Berlin-Zehlendorf bestattet sind.
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