LänderReport
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27.7.2004
Vom Fischer un sin Boot
Eine Familiensaga der Fischerei in MV
Von Eberhard Schade

Fischerboot (Bild: dradio.de/Andreas Lemke)
Fischerboot (Bild: dradio.de/Andreas Lemke)
Der Großvater warf Netze aus, der Vater stellte dem Fisch nach, also wurde auch er Fischer. Wie so viele andere auch auf der "Insel der Fischer", auf Rügen. Die See ernährte den Mann und ein anderer Beruf kam kaum in Frage. Damals, also zu Großvaters Zeiten, trotzte der Fischer Wind und Wetter. Heute bläst ihm der Wind aus der Wirtschaft ins Gesicht, Fischverarbeitungsfabriken diktieren die Preise auf dem Markt. Doch der alte Fischer fährt weiter auf Fang.

Viel wird der Tag nicht bringen. Ein paar Flundern, vielleicht noch Heringe - die letzten vor der Schonzeit. Mehr sicher nicht. Das verrät ihm schon der Wind. Der kommt von West, der Alte hat ihn im Rücken. Bei West-Wind ist das Wasser im Bodden klar - und der Hering wandert.

Der Fischer steht am Bug in seinem alten Reusenboot, im leuchtend orangfarbenen Ölanzug und Gummistiefeln. Die Gischt im Gesicht, den Geruch von Seetang in der Nase steht er einfach nur da, breitbeinig, starrt aufs offene Meer. An Bord: zwei Ruder, zwei Plastikkisten für die Fische. Das ist alles, was Martin Pretzel braucht. Keinen Kompass, kein Navigationsgerät. Kurs hält sein jüngster Sohn. Der achtern im Boot sitzt, den kleinen Dieselmotor bedient. Und genau wie der alte Fischer schweigt.

Der Bodden verschwindet langsam achtern. Knapp drei Seemeilen, dann zeigt der Alte auf das kleine rote Fähnchen, das am oberen Ende des Wächters tanzt, den er gestern hier ausgesetzt hat. Der Sohn nickt stumm, hält Kurs auf die Markierung. Wenig später das bekannte Bild: Zwei Fischer über die Backbordseite gebeugt, greifen ins Netz, stemmen sich gegen die Bordwand, ziehen das Netz Ruck auf Ruck ins Boot. Immer wieder, Stück für Stück. Ab und an - ein gezielter Schlag auf den Bootsrand. Seetang und Geäst, das sich in den sieben Zentimeter breiten Maschen verfangen hat, fallen ins Meer zurück.

Endlich der erste Fisch - im zweiten Netz. Die erste Flunder. Bis zum Meeresgrund sind es zwölf aneinandergeknotete Netze. Gerade mal sieben Flundern zappeln darin. Später, an Land, wird er dann sagen:

Das waren die letzen dieser Saison. Müssen wir wohl angeln. Leben kann man da nicht von, das ist bloß was für Rentner ...

Im Netz: auch Quallen. Noch ein schlechtes Omen, sagt der alte Fischer. Weil sie die Maschen aufplustern, dann kein Fisch mehr reingeht.

Martin Pretzel verstaut den Wächter an Bord, hebt die Kiste mit dem Fang auf die Knie, greift das Messer. Mit einem sauberen Schnitt trennt er die Köpfe der Flundern ab, wirft sie über Bord. Sein Sohn hat Kurs aufs Land genommen.

Die Hände des Alten erzählen die Geschichte vom Fischfang seit Generation. Hier, im Greifswalder Bodden, einem der wichtigsten Fischereigewässer an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. In dem der Hering jedes Frühjahr zum Laichen kommt. Mitten ins Biosphärereservat Südostrügen, zwischen den Inseln Usedom und Rügen.
Angefangen hat es für ihn knapp 100 Seemeilen weiter nordöstlich.

Mit neun, zehn Jahren habe ich schon Reusen gefischt, in Hinterpommern. 40 musst ich für die Russen fischen. Mein Vater war im Februar ums Leben gekommen wie der große Angriff war in Swinemünde und mein Großvater war bloß zu Hause, der war über 70. Ich hatte noch nen kleinen Bruder und mein großer Bruder den hatten sie verschleppt nach Graudenz, der hatte Hungertyphus und dann musst ich arbeiten, musst ich fischen für die Russen, das wir Brot hatten und so ist das auch geblieben.

Das war, die Fischerei ist geblieben. Auch auf der Insel der Fischer ernährte die See den Mann. Und ein anderer Beruf kam kaum in Frage. Im Frühjahr der Hering, im Frühsommer Plötzen, Barsch, Flunder und Gelbaal. Im Spätsommer Blankaal und im Winter Dorsch, Flunder und Lachs.
Zuerst mit sieben Meter kleinen Booten wie diesem. Ohne Motor, dafür wurde gerudert. 30 Kilo Fisch pro Monat im Netz, höchstens 40. Damit musste Pretzel auch die Mutter ernähren. Später dann mit der "Thiessow 24", seinem mittlerweile über 30 Jahre alten Boot aus Rügener Eiche. Ein zehn Meter langes Reusen- und Stellnetzboot für die Boddenfischerei bis zehn Seemeilen. Halbgedeckt, unverwüstlich.

Martin Pretzel ist 71, gehört vielleicht zur letzen Generation Fischer, die ohne modernste Technik auskommen. Er orientiert sich am Kompaß und am Hunger. Er denkt sich in seinen Brotfisch hinein. Fühlt ihn, spürt, wie er reagiert, wenn Wind und Wetter plötzlich wechseln. Er folgt ihm, bis der Hunger ihm sagt, dass er nach Hause muss.

Zu Hause - das war also damals Köslin in Hinterpommern. Und das ließen die Vorpommern ihn spüren, als er 1952 von dort nach Thiessow auf die Halbinsel Mönchgut umgesiedelt wurde. Für die Fischer war Pretzel ein Fremder. Sie sprachen nicht mit ihm, gaben ihm erst keinen, später dann einen der schwierigsten Stellplätze für seine Netze.

Die Einheimischen haben gesagt, wenn Sie da ´ne Reuse zum stehen kriegen, dann setzen wir unsere Häuser dagegen. Wir haben da ´ne Reuse hingesetzt, gut verdient damit. Hier, da auf der Ecke, jetzt mit der beste Reusenplatz.

So verschaffte sich der Fischer Respekt. So kam Martin Pretzel an. Doch der Fisch zog weiter, Mitte der fünfziger Jahr wurde Hering plötzlich knapp. Und noch knapper wurde das Material - Netze, Angelhaken aus Stahl, Benzin. Also mussten sie sich zu einer Genossenschaft zusammenschließen - "FPG Leuchtfeuer". Pretzel wurde zum Vorsitzenden der Fischereiproduktionsgenossenschaft gewählt. Er leitet die Genossenschaft bis heute.

Wir hatten sieben acht Boote von den kleinen, die haben wir hintergebunden und dann sind wir los. Wir hatten unsere Reuse an der Usedomer Küste, da haben wir sehr viel Heringe gefangen, zu der Zeit. Da lagen die großen Schiffe von Rostock im Bodden und hier draußen und die haben den Fisch verarbeitet, das war gut. Wir haben viel gefischt, das Schiff war bis oben hin voll, also hier das Mittelschiff, und die kleinen Boote auch. Elf Tonnen hatten wir immer so im Schnitt. Elf, zwölf, dreizehn Tonnen, wenn wir eine Reise machten.

1962, im ersten Jahr der Genossenschaft, wurden 91 Tonnen Hering gefangen, mit einer Reuse und Stellnetzen. Mitte der siebziger Jahre dann übertrafen die Thiessower Fischer zum ersten Mal die 1000-Tonnen-Marke. Das sollte bis in die 80er Jahre so bleiben. Die Fischer genossen eine privilegierte Stellung. Die FPG garantierte Absatz und Materialnachschub. Netze, Schuppen und Boote blieben Eigentum der Männer.

Ich hatte zwei Jungs, die wollten gerne fischen. Dann hab ich gesagt, wenn ihr fischen wollt, dann müssen wir ein Boot bauen. Das Holz haben wir alleine besorgt von der Parkettfabrik, es gab ja kein trockenes Holz. Die Nägel, die Kupfernägel sind von Hamburg, mein Bruder geschickt, das war nicht so einfach, das Boot bauen zu lassen. Nachher war das Boot fertig, dann sollt ich das Boot in die Genossenschaft reingeben. Aber meine Frau war Mitglied, meine Söhne, die haben gesagt, wenn ich das Boot in die Genossenschaft gebe, dann gehen sie raus aus der Genossenschaft, dann steigen sie nicht mehr ein.

Zurück an Land. Arbeiten im Morgengrauen. Die Wolken strecken ihre Fühler aus, die ersten Sonnenstrahlen kommen durch. Der Strand ist Strand, menschenleer, die Touristen schlafen noch. Der Alte und sein Sohn verstauen Netze, Kisten und Wächter auf einem Schubkarren, ziehen zum Schuppen hinterm Deich. Wortlos verstrich die Stunde auf See, warum also ein Wort beim Abschied? Der Sohn steigt in seinen Mercedes-Jeep, fährt nach Hause. Der alte Fischer bleibt.

Hängt sein Ölzeug im Schuppen zum Trocknen auf. Wirft die Netze, die er eben aus dem Meer geholt hat, in die Ecke. Sie müssen liegen, faulen. Damit er sie später leichter auswaschen kann. Das Leitnetz für die Aalreuse aber, das auf dem Boden liegt, muss morgen nach Arkona, heute noch an die dicke Eisenkette genäht werden, die entlang der Fenster durch den 15 Meter langen Schuppen gespannt ist.
Ein Fischer, der keine Arbeit hat, sagt er, den gibt es nicht. Daran habe sich seit Generationen nichts geändert. Anderes schon.

Vier Mann gehören dazu. Der eine macht das Boot sauber da unten, mein anderer Sohn ist zu Hause, der hat da was zu tun, der andere baut da unten am Hafen mit dem Schiff. Aber das ist nicht in Ordnung, zuerst muss doch die Gemeinschaftsarbeit fertig sein. Ich kann mich da so drüber ärgern, aber ... iss nischt.

Eigentlich könnte der alte Mann zufrieden sein. Seine drei Söhne sind Fischer wie er. Und die Aussichten, dass auch die Enkel vom "Alten", wie er von Kollegen gerufen wird, noch mit Kuttern hinausfahren werden, stehen nicht schlecht. Martin Pretzel hat investiert, alle Schulden sind bezahlt. Dennoch: irgendetwas sitzt ihm quer, wenn er von den Söhnen spricht. Und manchmal, da spuckt er es einfach aus:

Die machen nicht. Ich sag, die sind zu faul. Ich sag das so. Der Kleine plagt sich da ab, der Große nun baut er sich wieder ein Schiff hier und der andere ist ein bisschen mit Alkohol.

Der Alte sorgt sich. Dass das, was er über Jahrzehnte aufgebaut hat, irgendwann doch verloren gehen könnte. Nur, weil es an Disziplin, an Zusammenhalt fehlt. Es will ihm nicht in den Kopf, dass die paar Fischer, die noch übrig sind im Dorf, alle lieber ihr eigenes Süppchen kochen. Sich nicht mal mehr beim Stammtisch blicken lassen.

Ja, wo sind die? Die kommen auch gar nicht runter hier. Sind Rentner, paar sind auch schon gestorben, die lassen sich auch nicht sehen. Keine Gemeinschaft mehr unter den Leuten. Früher gingen wir zum Frühschoppen, das ist alles vorbei.

Vielleicht erzählt er deshalb so gerne von der guten alten Zeit. Als er noch zusammen mit seinen beiden ältesten Söhnen, Ferdinand und Sigmar, einem Fischer und dessen Sohn eine Brigade innerhalb der Genossenschaft stellte. Eine der kleinsten an der Küste, aber immer eine der erfolgreichsten. Die Leidenschaft des Fischjägers konnte oft nur durch Quoten gebremst werden.

Wir durften bloß 30 Tonnen fischen, und wir hatten öfters 14 Tage und dann hatten wir unsere Quote abgefischt, dann konnten wir nicht mehr fischen. Furchtbar war das. Erst wurde uns gesagt, wir sollten ordentlich fischen, dass wir ordentlich Quote kriegen. Einmal waren wir soweit, der Vorstand hat Versammlung gemacht ohne mich und hat gesagt ich darf nicht mehr fischen, die anderen hatten ihre Quote ein Viertel voll und wir hatten unsere schon abgefischt. Dann habe ich gesagt, dann holen wir die Reuse raus. Hingefahren, Reuse rausgeholt. Ich war noch gar nicht an Land, dann musst ich mich schon melden bei der Partei. Wie ich so was machen kann? Ich sag, na gebt´ mir ´ne Quote. Dann bekam ich wieder 50 Tonnen. Wieder zwei Tage gefischt, dann war die wieder voll, wieder fertig.

Insgesamt holten Mecklenburg-Vorpommerns Fischer zu DDR-Zeiten 50.000 Tonnen Hering im Jahr aus der Ostsee, zum attraktiven Garantiepreis von 1,30 Ost-Mark pro Kilo. Harte Arbeit, guter Lohn.

Damals in der DDR wurde auch Geld genug verdient. Wir haben viel Geld verdient, bis zu 100.000 Mark. 83 Prozent war steuerfrei.

Dann kam die Wende. Die Preise für Hering sackte auf 40 Pfennig das Kilo, die Fangmenge ging auf 10.000 Tonnen zurück. 29 von 50 Fischern allein in Thiessow gaben auf. Nicht Pretzel. Er fing mit knapp 60 Jahren noch mal von vorne an. Wusste, dass er und seine Söhne nur eine Chance haben würden, wenn sie mit der Zeit gehen. Pretzel kaufte zwei moderne Kutter, baute eine eigene Heringsverarbeitungsanlage im Hafen von Thiessow. Wieder wollte er unabhängig sein, diesmal von der Industrie.

Ich hab 300.000 Mark ne Bürgschaft übernommen, die Fischer sollten das machen, jeder 25.000, die haben gesagt ne, die haben nischt. Ich wollte das nicht eingehen lassen, wollte die Fischwerei nicht eingehen lassen. Wir haben auf Rügen vielleicht 2000 Fischer gehabt und jetzt sind es vielleicht noch 200.

Der Alte spürte, was in der Region auf dem Spiel stand. Dass er handeln musste - oder das Wissen, das er von seinem Vater und Großvater an seine Söhne weitergegeben hatte - wäre für immer verloren gegangen. Damals, also zu Großvaters Zeiten, da trotzte der Fischer Wind und Wetter. Heute bläst ihm ein neuer Wind ins Gesicht, aus der Wirtschaft. Fischverarbeitungsfabriken diktieren die Preise. Eine hat ein holländischer Investor ihnen direkt vor die Nase gesetzt.

Ich hab sehr dagegen gekämpft muss ich sagen. Der Holländer hat fünf Schiffe, also große mit großen Netzen und der wollte hier rein in die Ostsee. Dagegen habe ich gekämpft. Und hab das auch das durchgesetzt, dass diese Schiffe hier nicht reinkommen. Aber ich konnte ja nicht gegen die Verarbeitung sein gegenüber meinen anderen Kollegen.

Die mussten früher ihren Fisch bis nach Dänemark bringen, um ihn veredeln zu lassen, jetzt liegt ihr größter Abnehmer plötzlich vor der Tür, am Fähranleger Sassnitz. 450 Kutter- und Küstenfischer haben sich mittlerweile vertraglich an das Werk gebunden. Ihren Absatz gesichert, auch wenn sie für ihren Brotfisch, den Hering, nur noch 16 Cent das Kilo bekommen - ein Viertel dessen, was es zu DDR-Zeiten gab.

Also Jammern? Ein Fischer jammert nicht.

"Die Fänge sind auch gut, es könnte noch mehr gefangen werden, die Fischer müssen auch mehr arbeiten. Die können mehr arbeiten, die können mehr Fische fangen. Desto mehr man fängt, desto mehr kommt auch rein. Wir haben schon 2500 Tonnen hier verarbeitet in der Frühjahrssaison. Dann kommt auch Geld rein.

Fischereigenossenschaften gab es schon immer auf der Rügen, lange vor DDR-Zeiten. Das hat mit dem Fisch, dem Meer und dem Brot zu tun. Aber manchmal reißen nicht nur Netze, sondern auch Traditionen ab.

In der DDR habe ich immer gesagt, wir müssen zusammenhalten wie Pech und Schwefel. Die Fischer müssten heute noch viel mehr zusammenhalten. Aber das tun se nicht. Ich weiß es nicht. Die meisten fischen alle alleine.

Der Hafen von Thiessow. Früher: ein Holzsteg auf sumpfigem Gelände, Anlegeplatz für eine Handvoll Boote. Heute: eine vier Fußballfelder großes Areal. Frisch aufgeschüttet und zubetoniert. Mit Fischverarbeitungshalle, Räucherei, Restaurant, Yacht- und Fischereianleger. Gleich vorne am Pier: die Boote der Pretzel-Söhne, die "Pommern" und die "Wiking". Ein Kutter aus Hartplastik, der andere aus Stahl, ausgestattet mit modernster Fangtechnik. Martin Pretzels Boot - die "Thiessow 24" - hat direkt unterhalb eines zehn Meter hohen 65-Tonnen-Lastkrans festgemacht. Wirkt deshalb noch kleiner und - mit ihren Spinnweben am Führerhaus - wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit.

Die Zukunft liegt nur 15 Meter weiter, auf einem provisorischen Trockendock.

Hier erfüllt sich Ferdinand Pretzel, der älteste Fischer-Sohn, seinen jüngsten Traum. Einen noch größeren, noch schnelleren Kutter als die "Pommern". Die Leute im Ort sagen, er habe zu viel Geld. Auch die Fischer kommen mit dem "Alten" besser klar, als mit dem 45-Jährigen. Wollen ihn nicht zum Vorsitzenden der Genossenschaft wählen. Vielleicht spielt da auch Neid mit. Pretzel junior fischt mit Abstand am effektivsten. Kalkuliert knallhart, hält nicht viel von Gemeinschaft. Auf seinem Kutter pumpt er den Hering mit Vakuumtechnik in die Fischbunker, von dort direkt in die Fabrik. Während der Saison holt er am Tag bis zu 25 Tonnen Hering aus der Ostsee, aber wenig Zufriedenheit.

Stillstand bedeutet Rückgang und immer ein Schritt weiterzugehen, das gehört einfach zum Mensch sein dazu. Im richtigen Moment, wenn Fisch gebraucht wird, dann muss man zuschlagen können, dann muss man produktionsbereit sein. Das ist ja nicht der Fall. Der Fall ist das, was vor zehn Jahren erfunden wurde, ist heute schon lange wieder überholt, es muss totgeschlagen werden. Technologien gehen verloren, Geist geht verloren. Wir stehen irgendwann in 20, 25 Jahren da und sagen. Jetzt wollen wir das machen - und keiner ist mehr da, der es kann.

Das - soviel ist sicher - wollen beide nicht. Weder der alte Fischer noch sein Sohn. Schon wegen der Familientradition. Denn ein Enkel des "Alten" ist längst erwachsen. Christoph, Ferdinand Pretzels Sohn. Und der macht gerade seine Ausbildung - zum Fischer.
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