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24.9.2004
Kreuztal und Flick
Die Stadt und ihr "Großer Sohn"

Architekt Wilfried Kühn, links, und der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, rechts, erklären am Dienstag, 13. Juni 2004, dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, Mitte, während einer Baubegehung die Rieck-Hallen. (Bild: AP)
Architekt Wilfried Kühn, links, und der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, rechts, erklären am Dienstag, 13. Juni 2004, dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, Mitte, während einer Baubegehung die Rieck-Hallen. (Bild: AP)
Auch mit der Eröffnung der Flick-Collection am 22. September in Berlin ist die Debatte nicht beendet: Die Debatte um die Frage, ob die Sammlung mit "Blutgeld" finanziert wurde aus dem Erbe des Großindustriellen und verurteilten Kriegsverbrechers Friedrich Flick, der im Dritten Reich die SS förderte und Zwangsarbeiter beschäftigte.

Eine ähnliche Auseinandersetzung hat es in Flicks Geburtsort Kreuztal in Südwestfalen schon vor langem gegeben, sie ist seither nie ganz verstummt und lebt derzeit wieder auf. Flick ist Ehrenbürger der Stadt und Namenspatron des Gymnasiums, viele Vereine werden großzügig mit Spenden aus der von ihm gegründeten Stiftung bedacht.

Viele Kreuztaler aber sehen in diesen großzügigen Geschenken eher eine Zumutung und stehen dem "Großen Sohn" und dessen Biografie kritisch gegenüber. Und so geht es mitunter hoch her in der "gekauften Stadt" (Der Spiegel).

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