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1.2.2005
Scherf, der Roland von Bremen
Die Hansestadt und ihre Bürgermeister
Von Folkert Lenz

Henning Scherf, Bürgermeister in Bremen (Bild: AP Archiv)
Henning Scherf, Bürgermeister in Bremen (Bild: AP Archiv)
Die Bremer haben offenbar ein ganz spezielles Verhältnis zu ihren Bürgermeistern. Der Eindruck drängt sich jedenfalls auf, wenn sich der auswärtige Beobachter Namen wie Hans Koschnick oder Henning Scherf in Erinnerung ruft. Weniger wegen der vielen Amtsjahre, sondern mehr wegen ihrer Art der "Machtausübung". Letzteres würde ein Bremer natürlich nicht so formulieren, weil die Bürgermeister eine besondere Art der Amtsausübung vorführen. Sie schaut freundlich aus, irgendwie bürgernah, signalisiert Gelassenheit und eine Nachdenklichkeit, die nach Lösungssuche ausschaut. War das schon immer so? Und woher kommt dieses Erscheinungsbild?

Scherf: Das erkläre ich auch immer gern. Das ist das Fresko über die Gründung der Kirche in Bremen. 787 hat Karl, der Große...

Das gibt es wohl nur in Bremen: Der Regierungschef als Fremdenführer. Doch Bürgermeister Henning Scherf erklärt Besuchern nur allzu gerne persönlich "sein" Rathaus und dessen über 600-jährige Historie. Je nach Laune des Landesvaters kann so ein Rundgang auch schon mal anderthalb Stunden dauern. Die Bürgernähe des Zwei-Meter-Mannes ist demonstrativ, aber auch ehrlich gemeint. Scheu vor Fremden kennt er nicht. Und so lieben die Bremer ihren "Herrn Bürgermeister" - vor allem, wenn sie schon das Seniorenalter erreicht haben. So zumindest rechnete es Jürgen Dinse, Chef des Statistischen Landesamtes, nach der vergangenen Bürgerschaftswahl vor:

Dinse: Noch in den 70er Jahren war das so, dass das Altersprofil der SPD-Wähler so ging: Also hier sind die Jungen, und da sind die Alten, und dann ging das so runter... Und das hat sich jetzt eben sehr verändert. Dass aber der höchste Stimmenanteil eben bei den über 60-Jährigen ist - dass das jetzt ein ganz besonderer Scherf-Effekt ist, das kann man schon vermuten...

Doch die Sympathiewerte bei der älteren Generation: Sie allein können nicht erklären, warum die bremische SPD bei den Landeswahlen vor eineinhalb Jahren noch zulegen konnte, während es anderenorts nur noch bergab ging für die Sozialdemokraten. Es war der "Faktor Scherf", da sind sich alle politischen Beobachter einig. Es ist vor Allem die offene Art des Bremer Regierungschefs, mit denen er die Herzen gewinnt - im Wahlkampf, aber auch in normalen Zeiten.

Scherf im Gespräch mit Kindern: Das ist aber nett, dass ihr hier stehen bleibt und euch mal erkundigt, was hier Sache ist. Geht ihr noch zur Schule ihr beiden?
Ja, ich will jetzt ne Ausbildung machen und ich hab mich mal vorgestellt.
Und du?
Ich bin in der zwölften Klasse...
Zwölfte Klasse? Abi machen ist richtig, Studieren ist richtig...


Demoskopen bezeichnen die Popularitätswerte von Henning Scherf als "außergewöhnlich". Kein Wunder, denn 70 Prozent der Bremer würden den SPD-Mann zum Bürgermeister machen - wenn sie ihn denn direkt wählen dürften. Doch seit 1995 hat der "Lange aus dem Rathaus" - so nennt er sich gerne selbst - immer wieder die CDU zum Regieren mit ins Boot genommen - auch, als andere Konstellationen rechnerisch möglich waren. Und eisern hält er das Bündnis zusammen - gegen alle Attacken aus den eigenen Reihen. Dafür wird er in der Partei nicht von allen geliebt. Manch einer schluckte denn auch, als Henning Scherf vor zwei Jahren seinen Rückzug vom geplanten Rückzug aus der Politik bekannt gab. Doch er konnte noch einmal richtig Stimmen einfahren für die SPD.

Scherf: Ich habe nach der letzten Wahl - ich glaube, am nächsten Tag schon - gesagt, also hört zu: das mache ich jetzt noch mal vier Jahre, und dann muss das jemand anderes machen. Ich will eigentlich nicht aus dem Rathaus raus getragen werden. Ich habe das so früh gesagt, weil ich gedacht habe, dann können sich alle drauf einstellen. Und dann hat ein komplizierter Verständigungsprozess begonnen, an dem Sozialdemokraten teilgenommen haben, aber auch andere. Der Koalitionspartner, die Handelskammer, die Gewerkschaften und viele andere, die gesagt haben: Jetzt, am Ende einer Legislaturperiode weggehen, das geht nicht.

Und so regiert Scherf, und regiert, und regiert... Das hat Tradition in Bremen: So hat die Hansestadt erst fünf Bürgermeister seit 1945 erlebt. Und alle waren Sozialdemokraten. Wilhelm Kaisen, Willi Dehnkamp, Hans Koschnick, Klaus Wedemeier. Die meisten von ihnen wurden schnell über die Grenzen Bremens hinaus bekannt. Das Führen des Zwei-Städte-Staates schien sie nicht auszufüllen. Wilhelm Kaisen widmete sich auch der Schaffung eines vereinten Europas nach dem Krieg, hielt enge Kontakte in die USA. Hans Koschnick half mit bei der Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen und sorgte später dafür, dass der brüchige Frieden in Bosnien-Herzegowina Bestand hatte. Der Bremer - war er nicht schon immer ein Europäer?

Die Bewohner der Wesermetropole jedenfalls zeigen ein inniges Verhältnis zu ihren Stadtvätern. Einem haben sie sogar ein Museum gebaut. In Borgfeld - ganz am Rande von Bremen, dort wo sich nach Niedersachsen hin nur noch Felder erstrecken - da steht die alte Scheune von Wilhelm Kaisen. Heute ist sie eine Gedenkstätte.

Harjes-Badawe: Es ist noch bis 16 Uhr offen. Lassen Sie sich Zeit. Wir wollen gleich sowieso den Film noch mal anstellen, der dauert 20 Minuten. Machen Sie sich keinen Stress, wir sind gerne für Sie länger da.

Einmal im Monat arbeitet Erika Harjes-Badawe hier. Und öffnet dann die Dokumentationsstätte über den ersten Bremer Nachkriegsbürgermeister. Ehrenamtlich engagiert sie sich: Weil sie das Leben von Wilhelm Kaisen so faszinierend findet - und seinen Charakter.

Harjes-Badawe: Weil wir denken, dass Wilhelm Kaisen für viele Werte steht, die wir auch heute noch schätzen und hoch halten möchten. Diese Integrität, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit. Also all dieses, was man sich bei Politikern auch wünscht.

Knapp 20 Jahre lang war Wilhelm Kaisen Bürgermeister von Bremen. Die Amerikaner betrauten den gelernten Journalisten und Stuckateur nach dem Krieg mit dem Wiederaufbau der Stadt und der Regierung. Denn Kaisen - ein Sozialdemokrat durch und durch - war schon von 1926 bis 1933 Senator für Wohlfahrtspflege in Bremen gewesen. Die Zeit des Nationalsozialismus konnte er relativ unbehelligt von Verfolgung auf seiner kleinen Siedlerstelle in Borgfeld verbringen. Kaisen, der Armut von Kind auf kannte, lernte das Kühemelken und brachte seine Familie mit Landwirtschaft durch - bis zu jenem Aprilmorgen im Jahr 1945.

Kaisen: Ich war gerade beim Pflügen. Sie sehen da hinten die Bäume am Mariannenhof. Als ein Amerikaner stolz mit einem Jeep bei mir auf den Acker fuhr. Ich denke: Was ist denn da los? Eingenommen sind wir doch schon. Geht der Krieg schon wieder los? Plötzlich kam ein Colonel zu mir, stellte sich vor und ich sag: Ja und? Sie sind der lang Gesuchte. Endlich habe ich Sie gefunden. Sie müssen mir zum Rathaus kommen und dann mit dem Senat zusammen den Wiederaufbau beginnen.

Einen halben Tag lang rang Kaisen noch mit sich, dann packte er die Aufgabe an. Ganz Pragmatiker, regierte er mit einer breiten Koalition von Liberalen bis hin zu Kommunisten. Auch später noch, als die SPD schon absolute Mehrheiten für sich bei den Wahlen verbuchen konnte. Für die Bremer war er ein wahrer Landesvater: ohne Dünkel ohne Allüren. Das und noch anderes wird beim Rundgang durch die Kaisen-Scheune noch heute spürbar. Im Dokumentationszentrum arbeitet auch Inge Reinstorf als Freiwillige.

Reinstorf: Was mich an dieser Figur am meisten fasziniert, ist wirklich: Er als Politiker. Dieses Visionäre. Kaisen als Europäer. Und ich wünschte mir so sehr, dass das hier noch viel mehr heraus gestellt wird. Auch diese Postkarte an seine Frau, wie er von Globalisierung spricht: Angekommen in New York, hier treffen sich die vielen Menschen, wie wird es in hundert Jahren aussehen. Da ist überall so viel Visionäres.

Doch das Visionäre machte Kaisen in seiner weiteren politischen Karriere zu schaffen. Das Zusammenwachsen Deutschlands, der Wiederaufbau konnte dem Bremer nicht schnell genug gehen. Und in der Frage der Westbindung der neu zu schaffenden Republik legte sich Kaisen auch mit dem SPD-Bundesvorsitzenden Kurt Schumacher an. Kaisen in späteren Erinnerungen:

Kaisen: Er kam aus der Enge der Dinge heraus und glaubte, noch abwarten zu müssen, was da wird. Wie die Alliierten sich noch einigen würden oder nicht einigen würden, um die deutsche Stimme möglichst lange zunächst zum Schweigen zu bringen, bis sich die Fronten abklärten. Abwarten! Abwarten mit der Konstituierung der Partei. Abwarten mit diesen, Abwarten mit jenen Dingen. Ich bekämpfte das ganz entschieden. Wir müssen sofort handeln. Wer jetzt handelt, der hat nachher die Zukunft.

So kam es 1950 zum Bruch mit Schumacher. Denn der ließ den Hanseaten auf einem SPD-Parteitag in Hamburg kurzerhand aus dem Bundesvorstand hinauswählen. Kaisen engagierte sich dann in den 50er Jahren für die europäische Einigung - nicht zuletzt aus ur-bremischen Motiven heraus. Denn mit der Teilung Deutschlands ging für die Bremer Häfen auch ein Wirtschaftsraum im Osten verloren. Häufig auf Konfrontationskurs zu seiner Partei setzte der Abweichler Kaisen sich für den deutschen Beitritt zum Europarat, für eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft und die Montanunion ein. 1965 zog er sich aus dem politischen Leben zurück. Als er 14 Jahre später starb, würdigt ihn Bundespräsident Karl Carstens nicht nur als herausragenden Bremer Bürgermeister, sondern vor Allem als einen vorausdenkenden Europäer.

Carstens: Die europäische Einigung war für ihn ein vordringliches Ziel der Außenpolitik. Er sah in ihr die einzig mögliche Antwort auf die Herausforderungen, denen unser Land, denen Europa nach dem Krieg gegenüber stand. Ein zerstörter, geschwächter Kontinent im Schatten der Weltmächte konnte nach Wilhelm Kaisens Überzeugung nur dann bestehen, wenn er sich zusammenschloss.

Ideen, die der langjährige Bürgermeister auf seinem schlichten Hof in Borgfeld entwickelt hatte. Und es ist ein zweiter Bremer, der in den folgenden Jahrzehnten über den Tellerrand seines Zwei-Städte-Staates hinausblickt und sich für die europäische Sache engagiert: Hans Koschnick, Senatspräsident zwischen 1967 und 1985. 18 Jahre lang führt er Bremens Regierungsgeschäfte, verschafft der Stadt eine Universität und eine Mercedes-Autofabrik. So ganz nebenbei kümmert er sich um ein besseres Verhältnis zwischen den Deutschen und den Polen, baut die erste polnisch-deutsche Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig auf. Noch zehn Jahre nach der Aufgabe seines Bürgermeisteramtes - da ist Hans Koschnick 65 Jahre alt - denkt er gar nicht an den Ruhestand, berichtete seine Frau Christine seinerzeit.

Christine Koschnick: Sicher ist es richtig, dass unsere Lebensplanung für die kommenden Jahre völlig anders ausgesehen hat. Nämlich eben rein privat zu sein, um noch vieles nachzuholen, was wir auf Grund der politischen Arbeit nicht vollziehen konnten. Nun hatten wir uns aber dann doch gemeinsam nach vielen Gesprächen darauf geeinigt, dass er diese Aufgabe tun sollte.

Denn im August 1994 geht Hans Koschnick für die EU nach Mostar. Er soll die Verwaltung der Stadt im vom Bürgerkrieg zerstörten Bosnien-Herzegowina wieder aufbauen, will Elektrizitätswerke, Straßen, Kindergärten, Schulen schaffen. Und er hat sich vorgenommen, Brücken zu schlagen zwischen den verfeindeten Serben, Kroaten und Muslimen. Vergeblich wie Hans Koschnick in einem Rückblick meint.

Koschnick: Alle Seiten mussten wissen, dass ich mich bemühe, mit ihnen nach einer Lösung zu suchen, die tragfähig ist für alle Seiten. Nur in einer Frage war ich nicht neutral: Wenn es darum ging, Opfer zu schützen. Bei Opfern gibt es keine Neutralität. Ich bin an meine Grenzen gestoßen. In der Aufbauphase, in den Bereichen, die notwendig waren, um für das Überleben der Menschen Perspektiven zu entwickeln, haben wir Erfolge gehabt. Aber mein Versuch, sie zu gewinnen, mindestens nebeneinander wieder zu leben - so zu sagen das Kriegsgeschehen beiseite zu schieben - das war damals nicht möglich.

Das bekommt Hans Koschnick, der Friedensstifter aus Bremen, auch schnell am eigenen Leibe zu spüren. Schon vier Wochen nach seiner Ankunft im Balkan treffen Panzergranaten sein Haus in Mostar. Koschnick überlebt das Attentat nur deshalb, weil er gerade nicht im Wohnzimmer ist. Dort durchschlägt ein Geschoss die Hauswand. In Bremen halten die Menschen den Atem an. Koschnicks Nachfolger im Bürgermeisteramt, Klaus Wedemeier, erfährt bei einem Riga-Besuch von dem Anschlag.

Wedemeier: Ich bin erschüttert und erleichtert zugleich. Hans Koschnick ist Gott sei Dank nichts passiert. Er wird seine Arbeit dort fortsetzen. Wie wir Hans Koschnick kennen, hilft er immer da, wo er gebraucht wird.

Eine Wesensart, die auch ihm in Bremen den Ruf eingetragen hat, volksnah zu sein, sich nicht vor Auseinandersetzungen zu drücken. Das hatte Koschnick schon 1983 unter Beweis gestellt. Da musste er Tausenden von Werftarbeitern in Bremen das Aus der AG Weser verkünden. Später soll der Bürgermeister auf den Stufen des Parlaments geweint haben. Doch zuvor stellte sich der Arbeitersohn den Kollegen des Traditionsunternehmens am Werkstor mit dem Megafon.

Koschnick: Ich bestreite nicht, dass diese Entscheidung für die AG Weser wirklich schrecklich ist... (Buhrufe) ... Verzeihung, ich bin nicht der Eigentümer der AG Weser und ich bin nicht der Vorstand der AG Weser... (Wutgeheule)

Die Bremer und ihre Bürgermeister: Ihr besonderes Verhältnis liegt vielleicht auch darin begründet, dass man sich gemeinsam der Bedrohung von außen erwehren muss. Schon immer haben die Weser-Hanseaten Wert auf ihre Selbstständigkeit gelegt. Der Bremer Roland - ein übermannshohes Standbild direkt gegenüber dem Rathaus - wacht seit 600 Jahren über die Unabhängigkeit des Stadtstaates. Und immer wieder stand diese zur Diskussion - nicht aber für die Herren der Stadt. So mahnte damals Wilhelm Kaisen:

Kaisen: Es ist wirklich keine Eigenbrötelei, wenn Bremen in diesem System des föderativen Staatswesens auf seine Selbstständigkeit achtet und sucht, sie zu halten. Das ist meiner Meinung auch die wichtigste Aufgabe der kommenden Generation.

Diesen Auftrag nimmt sich natürlich auch Hans Koschnick zu Herzen. Der fürchtet allerdings heute angesichts knapper Kassen, dass nicht jeder Bremer sich für die Unabhängigkeit entscheiden würde, wenn der Anschein entsteht, dass das Leben unter einem niedersächsischen Wappen schöner sein könnte.

Koschnick: Hält dann noch die bremische Bindung, traditionsbewusst an Vergangenheit und Gegenwart, auch für die Zukunft? Ist dann diese Selbstständigkeit Bremens wirklich noch das, was einen Großteil der Bürger bewegt? Oder werden sie dann sagen, das Hemd ist mir näher als der Rock? Dann werden wir eben so leben müssen wie in Hannover?

Offenbar hat Ex-Bürgermeister Hans Koschnick Gespür dafür, was die Menschen auf der Straße schon lange denken:

Bürgerstimmen: So dolle Bremerin bin ich dann auch nicht. Was das Beste ist für uns, das wünsche ich mir ... - ...Wenn es dann nicht anders geht, dann geht es nicht anders, und ich glaube, dass wir das überleben würden ... - ...Ich denke mir, aus Kostenersparnisgründen wäre das ja besser, wenn irgend so ein Nordstaat oder so in der Richtung geschaffen würde.

Für den aktuellen Regenten im Bremer Rathaus, Henning Scherf, stand eine Fusion aber noch nie zur Debatte. Er bemüht sich derzeit nach Kräften darum, die anderen Bundesländer zu überzeugen, dem chronisch klammen Bremen erneut zu helfen. Das Stadtsäckel ist schon seit Jahren leer, die Schuldenlast erdrückend. Doch Gedankenspielen für eine Auflösung des kleinsten aller Bundesländer hat Scherf schon immer eine deutliche Absage erteilt.

Scherf: Alle, die solche Vorschläge haben, die müssten eigentlich mal zwangsweise versetzt werden, damit sie endlich die Realität kennen lernen. Und nicht von irgendwelchen spinnerten, abstrakten, völlig irrealen Vorstellungen leben. Es gibt überhaupt keine vergleichbare Finanzausstattung, wenn wir eingemeindet werden. Und darum vergessen Sie diese Vorschläge.


So werden die Bremer auch in Zukunft wohl nicht nur einen einfachen Bürgermeister haben, sondern weiterhin einen Senatspräsidenten, einen Landesvater. Weil das kleine Bremen aber auch eine recht überschaubare Stadt ist, wird der eine oder andere Hansestädter seinem Bürgermeister im Alltag über den Weg laufen. Und feststellen, dass der - wie seine Vorgänger - ein Politiker zum Anfassen ist.

Bürgerin: Vielleicht gibt's so eine Tradition, weil man doch so ein Vorbild hat und sagt: So ganz abgehobene, so distinguierte Leute, die hätten auch keine Chance irgendwo, die würden schnell scheitern. Vielleicht ist das auch bremisch.
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