Menschen und Landschaften
Menschen und Landschaften
Sonn- und Feiertag • 9:05
25.5.2003
Les Marolles
Wo man die Seele Brüssels findet
Michael Fischer

Es riecht nach Fritten, Bier und moderndem Gemäuer. Benannt wurde das Viertel nach den Schwestern des Maricollen-Ordens, die angetreten waren, Dirnen und Säufer zu bekehren. Brüssels ärmste und zugleich wohl originellste Kommune lag ursprünglich vor den Stadtmauern und war von jeher erster Anlaufpunkt für Immigranten. Zehntausend Menschen leben heute in Les Marolles, davon ein Drittel Ausländer. Die oft gepriesene Toleranz der Brüsseler hat in den letzten Jahren spürbar nachgelassen. Doch auf dem Trödelmarkt Jeu de Ball treffen sie sich alle. Hier findet man auch die letzten Kneipen der Stadt, in denen noch Brüsslerisch geredet wird, ein unverständliches Gemisch aus Holländisch, Französisch und Spanisch.

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