Menschen und Landschaften
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Sonn- und Feiertag • 9:05
7.12.2003
Wein aus der Wüste
Mendoza in Argentinien
Von Karl-Ludolf Hübener

Weintrauben (Bild: AP)
Weintrauben (Bild: AP)
Ein Weinfass kann mehr Wunder vollbringen als eine Kirche voller Heiliger. Der Spruch ziert ein dickbäuchiges Eichenfass in einer der großen Weinkellereien von Mendoza. Am Anfang des südamerikanischen Weinbaus war die katholische Kirche. Sie kam im Tross der spanischen Eroberer. Keine Heilige Messe ohne Wein. Mendoza zu Füßen hoher Andenberge ist das Zentrum der argentinischen Winzer. 320 Sonnentage zählt man hier pro Jahr. Die Reben reifen auf Wüstenböden, die mit dem Schmelzwasser der Anden bewässert werden. Zur Weinlese kommen auch Traubenpflücker aus dem Nachbarland Bolivien. Über tausend Bodegas haben sich in und um Mendoza angesiedelt. Zum Wein gibt es getrocknete Früchte und stimmungsvolle Musik. Und einmal im Jahr wird hier das größte Weinfest Argentiniens gefeiert.

Audio-Ausschnitt: Wein aus der Wüste

Karl-Ludolf Hübener: Geboren 1940, studierte Publizistik und Geschichte und lebte von 1976 bis 1982 in Venezuela. 1988 zog er nach Montevideo/Uruguay. Als freier Journalist beschäftigt sich Karl-Ludolf Hübener mit verschiedenen Themen aus Literatur, Politik, Umwelt, Leben in Südamerika.

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