Menschen und Landschaften
Menschen und Landschaften
Sonn- und Feiertag • 9:05
25.4.2004
Haiti 2004
Land in Unruhe
Von Matthias Drawe

Eine Gruppe bewaffneter Rebellen in der Stadt Gonaives im Nordwesten Haitis, Februar 2004 (Bild: AP)
Eine Gruppe bewaffneter Rebellen in der Stadt Gonaives im Nordwesten Haitis, Februar 2004 (Bild: AP)
Vor 200 Jahren haben sich die afrikanischen Sklaven gegen die Franzosen erhoben und es geschafft, die Kolonialisten aus dem Land zu treiben. Am 1. Januar 2004 fand ein Festival der Unabhängigkeit statt, und ein großer Teil der haitianischen Diaspora, die meisten aus New York, pilgerte nach Port-au-Prince, um zu feiern. Doch dann bestimmten andere Bilder die Nachrichtensendungen. Konzerte, auf denen Molotowcocktails folgen, Demonstrationen, die im Tumult endeten. Haiti ist eins der ärmsten Länder in der westlichen Hemisphäre und immer wieder von politischen Unruhen geplagt. Stromausfälle sind an der Tagesordnung, das Wasser aus der Leitung ist nicht trinkbar, die Arbeitslosigkeit ist höher als 50 Prozent. Haiti befindet sich auf derselben Insel wie die Dominikanische Republik, blieb jedoch für viele lange ein unbekannter Fleck. Wie ist das Lebensgefühl der Haitianer heute, was denken sie über Freiheit, Zukunft und den übermächtigen Nachbarn USA?

Matthias Drawe: Geboren 1963 in Berlin, lebt seit 1995 als freier Autor in New York City. Verschiedene Arbeiten für den Funk. Roman 'Normale Härte'. Regie bei den Low Budget Spielfilmen 'Die Kunst, ein Mann zu sein' und 'Der König von Kreuzberg'. Drehbuchautor.
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