Menschen und Landschaften
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Sonn- und Feiertag • 9:05
15.8.2004
Sanddünen und Schwemmland
Die Po-Ebene in Norditalien
Von Conrad Lay

Das ausgetrocknete Po-Flussbett im Juli 2003 (Bild: AP Archiv)
Das ausgetrocknete Po-Flussbett im Juli 2003 (Bild: AP Archiv)
Die Dünen erinnern an die Wüste, Sandberge wie in der Sahara, und unten fließt der Nil. Natürlich ist es nicht der Nil, sondern der Po. "Hier am Ufer saß Giuseppe Verdi, schaute auf den Fluss und holte sich Anregungen für seine Aida", sagt Massimo Spigaroli, Inhaber des Landgasthofes Cavallino Bianco, Weißes Rössl. Die Spezialität des Hauses ist ein besonderer Schinken, der tief im Keller lagert. Einmal war der Po im Herbst kilometerweit über die Ufer getreten, ein riesiger See. Spigaroli sagt: "Zum Glück drang das Wasser in unsere Keller ein und machte sie schön feucht. So werden wir noch auf Jahre hinaus geschmeidigen Schinken haben." Die Leute in der Po-Ebene halten nicht viel vom 'dolce vita'. Es ist ein arbeitsamer zäher Menschenschlag.

Conrad Lay: Geboren 1949, Dr. phil., Studium der Rechts- und Politikwissenschaften. Publizist und Kritiker, Autor für ARD-Hörfunk und Fernsehen mit dem Schwerpunkt Hörfunkfeature. Mehrere Journalistenpreise. Conrad Lay lebt in Frankfurt am Main und ist seit über 25 Jahren immer wieder in Italien unterwegs.
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