Menschen und Landschaften
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Sonn- und Feiertag • 9:05
31.10.2004
Jedes Jahr zu Halloween
Das Voodoo-Fest von New Orleans
Von Franz Michael Rohm

Voodoo-Shop (Bild: Franz Michael Rohm)
Voodoo-Shop (Bild: Franz Michael Rohm)
Voodoo gehört zu New Orleans wie der Jazz und das reichliche Essen. Es gibt ein Voodoo Museum, Voodoo Priesterinnen und Priester und zahlreiche praktizierende "Laien". Seit 1999 findet am Congo Square zu Halloween, in der Nacht vor Allerseelen, alljährlich das Voodoo-Fest statt. Jeder kann kommen und seinen Vorfahren auf ganz persönliche Art huldigen. Für die schwarze Bevölkerungsmehrheit von New Orleans ist der Congo Square ein bedeutender Ort ihrer Geschichte.

Voodoo-Kult in New Orleans (Bild: Franz Michael Rohm)
Voodoo-Kult in New Orleans (Bild: Franz Michael Rohm)
Ende des 18. Jahrhunderts, damals gehörte Louisiana noch zu Frankreich, gestatteten es die Bürgerrechte des Code Napoleon den Sklaven erstmals, sich hier, vor den Toren der Stadt, an Sonn- und Feiertagen zu versammeln. Voodoo kam mit den Sklaven aus der Karibik nach New Orleans. Es sei eine lebensnahe, bodenständige Religion, sagt man hier. Und für zahlreiche Kleinhändler ein gewinnträchtiges Geschäft mit Kräutern, Pulvern, Ölen, Kerzen oder Duftsprays.

Franz Michael Rohm: Geboren 1957 in Frankfurt am Main, aufgewachsen in Oberursel/Taunus. Nach dem Zivildienst eineinhalbjährige Reise durch Nord- und Südamerika. Studium Lateinamerikanische Literatur und Publizistik an der Freien Universität Berlin. Redakteur bei verschiedenen Stadtmagazinen, seit 1993 Freier Journalist. Themenschwerpunkte Kultur, Reportagen, Reisefeatures. Franz Michael Rohm lebt in Berlin.


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