Menschen und Landschaften
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Sonn- und Feiertag • 9:05
14.11.2004
Bhutan
Land des speienden Drachens
Von Steffen Graefe

Bhutan (Bild: AP Archiv)
Bhutan (Bild: AP Archiv)
Druk Yül, der friedliche Drache mit dem zornigen Gesichtsausdruck, ist nicht nur Symbol des in Bhutan gelehrten Buddhismus, sondern als Staatssymbol auch auf der Landesfahne abgebildet. Die Juwelen in seinen Klauen verweisen auf den Reichtum und die Vollkommenheit des Landes. Lange Zeit gehörte das Königreich im Himalaja zu den wohl abgeschiedensten Plätzen der Welt. Die Erbmonarchie verfolgte seit Jahrhunderten eine Politik der Abschottung.

Erst in den letzten Jahren hat Bhutan diese selbstgewählte Isolation ein wenig gelockert. Wenn sie die Natur des Landes bewahren und die buddhistisch geprägte Kultur respektieren, dürfen nun auch ausländische Investoren tätig werden. Bhutan ist nur wenig größer als die Schweiz. Doch für die 500 Kilometer zu einem Patienten in Ost-Bhutan brauche er eine ganze Woche, erzählt ein Arzt vom Nationalen Institut für traditionelle Medizin in der Hauptstadt Thimphu.

Steffen Graefe: Jahrgang 1953, studierte westliche und östliche Philosophien (u.a. Indologie) und schrieb eine Dissertation über Platons 'gespaltenen Eros'. In den achtziger Jahren experimentierte er mit philosophischer Praxis. Sein Hamburger Wohnzimmer wurde zum stadtbekannten öffentlichen Gesprächsforum. Im Hintergrund fungierte er als Ghostwriter. Seit mehr als zehn Jahren schreibt und produziert er Features und Reportagen für den Hörfunk, besonders gern atmosphärisch dichte Hörbilder. Seit 1998 lebt der Multikultifan in der Mark Brandenburg.
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