Menschen und Landschaften
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Sonn- und Feiertag • 9:05
1.1.2005
Nachtleben rund um die Uhr
Polarwinter im norwegischen Tromsø
Von Ingrid Norbu

Polarwinter (Bild: dradio.de)
Polarwinter (Bild: dradio.de)
Seit es die Universität gibt, hat Tromsø sich verändert, sagen die Leute. 6000 Studenten aus mehr als 100 Ländern sind hier eingeschrieben. An den Rhythmus von Lichtarmut im Winter und Lichtflut im Sommer gewöhnen sich die meisten schnell. Tromsø ist eine Kleinstadt mit dem Pulsschlag einer Metropole. Nirgendwo sonst in Norwegen gibt es so viele Möglichkeiten auszugehen, Konzerte und Festivals zu besuchen, und das vor allem im Winter. In den Schaufenstern sind mehr Abendkleider als Norwegerpullover ausgestellt. In den Cafés, Pubs und Nachtclubs herrscht am Wochenende bis morgens um Vier Betrieb. Doch die Wildnis beginnt gleich am Stadtrand. 20 Autominuten entfernt, auf einer Nachbarinsel, hat sich ein Ehepaar in die Natur zurückgezogen. Jedes Jahr nehmen beide am längsten Hundeschlittenrennen Europas teil, als Konkurrenten.

Ingrid Norbu: Jahrgang 1950. Schaufensterdekorateurin, später Lehrerin. Sechs Jahre 'Auszeit' mit Rucksacktouren durch Asien bedeuteten schließlich das Ende der Beamtenlaufbahn, denn das Herumreisen mit Notizbuch und Rekorder war zum neuen Beruf geworden. Es folgten seit 1991 ein Geschichts- und Indologiestudium an der Universität Köln, Radiosendungen und Presseveröffentlichungen. Themen: Immer noch Asien, aber auch Geschichten von Anpassung und Rebellion anderswo.
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