Menschen und Landschaften
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Sonn- und Feiertag • 9:05
2.1.2005
Respekt für den Rastaman!
Musiker auf Jamaika
Von Matthias Drawe

Rastaman (Bild: AP Archiv)
Rastaman (Bild: AP Archiv)
Kingston ist eine Industriestadt, staubig und laut. Vieles ist sehr schlicht, selbstgebaut, improvisiert. In den Slums der Hauptstadt bekämpfen sich rivalisierende Drogengangs. Jamaika hat die dritthöchste Mordrate der Welt.
Rasta ist alles, was gut ist, sagt Everton, der Musiker. Liebenswürdigkeit, Dankbarkeit, Freundlichkeit. Rasta ist nicht, was du sagst, sondern wie du lebst. Doch als Musiker habe man es nicht so leicht in dieser Gesellschaft, fügt Everton hinzu: "Solange du unter deinem Mangobäumchen sitzen bleibst, sagen sie, ja, er ist eben arbeitsscheu. Sobald du aber Erfolg hast und nach ein paar Monaten mit einem schönen Auto auftauchst, dann sagen sie alle, klar, er verkauft Drogen."

Matthias Drawe: Geboren 1963 in Berlin, lebt seit 1995 als freier Autor in New York City. Verschiedene Arbeiten für Funk und Presse. Roman "Normale Härte". Regie bei den Low Budget Spielfilmen "Die Kunst, ein Mann zu sein" und "Der König von Kreuzberg". Drehbuchautor.
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