Lange Nacht
Lange Nacht
Freitag • 23:05
16.7.2004
Mein Leben ist wie eine Geisterbahn
Eine Lange Nacht über Sucht, Co-Abhängigkeit und Perspektiven
Autorinnen: Sieglinde Scholz-Amoulong und Judith Grümmer

Spielsucht (Bild: AP)
Spielsucht (Bild: AP)
"Mein Leben ist wie eine Geisterbahn. Sie besteht aus Alkohol, Medikamenten, Spiel, Macht.... aber diese Geisterbahn erscheint es mir zu ermöglichen, eine Seite in mir zu leben und vor allem zu spüren, die mir starke Emotionen gibt, die ich so im normalen Leben gar nicht habe." Sucht ist eine Krankheit. Dennoch: Sucht ist mehr als die körperliche Gier nach Alkohol, Nikotin, Tabletten, Kokain oder Heroin, mehr als ein medizinisches Problem. Sucht ist Hunger, Gier, Zwang sich intensiv und anders spüren zu wollen als im normalen Leben.

Bierglas (Bild: AP)
Bierglas (Bild: AP)
Diesem komplizierten Phänomen der Suchterkrankung nähert sich die Lange Nacht aus verschiedenen Perspektiven: Was ist Sucht? Was (ver)führt Menschen zu Alkohol, Tabletten, Drogen, Spiel- oder Magersucht? Warum wollen oder können manche Menschen ihre Geisterbahn Sucht gar nicht dauerhaft verlassen? In der Ersten und Dritten Stunde schildern Menschen ihr Leben mit der Sucht. Darüber hinaus informieren Suchtmediziner und -Suchttherapeuten in einer Gesprächsrunde darüber, wie Abhängige den Teufelskreis Sucht durchbrechen können. Risikoarme Entgiftungen, individuell angepasste Therapiekonzepte für ein suchtfreies Leben - aber auch Hilfen für Abhängige, die (zunächst) nicht "clean" werden wollen, sondern einen Weg suchen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und sozialverträglicher zu leben.

Dr. Rüdiger Salloch-Vogel
Suchtmediziner
Jüdisches Krankenhaus, Berlin
Das Jüdische Krankenhaus Berlin unterhält in seiner Abteilung für Abhängigkeitskranke eine Abhängigenambulanz. Generell werden Suchterkrankungen als Familienkrankheiten behandelt. Die Ambulanz steht auch Angehörigen offen!
Tel.: 030/ 49 94 24 62
Fax 030/49 94 2503

Dr. Salloch-Vogel in der "Sprechstunde" des Deutschlandfunks
Schwerpunktthema: Alkoholismus *

Dr. Wilma Funke
Suchttherapeutin
Kliniken Wied - Facheinrichtung für psychosomatische Medizin und Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen

Hans Böhl
Suchttherapeut und Pädagoge
Suchthilfeverband "Jugendberatung und Jugendhilfe", Frankfurt


Telefonseelsorge in Deutschland ist für Sie erreichbar unter:
0800-111 0 111 oder über 0800-111 0 222
(bundesweit, 24h/Tag, anonym, vertraulich, gebührenfrei)
Telefonseelsorge in Deutschland


Literaturtipps:

Horst Zocker
betrifft: Anonyme Alkoholiker
Selbsthilfe gegen die Sucht
Beck'sche Reihe 1997

Jahrbuch Sucht 04
Hrsg. von der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren
Neuland Verlag 2003

Ralf Schneider
Die Suchtfibel
Informationen zur Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten für Betroffene, Angehörige und Interessierte.
13. Aufl. 2001. SCHNEIDER VERLAG HOHENGEHREN-


Viktor E. Frankl
Trotzdem Ja zum Leben sagen
Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager.
Vorw. v. Hans Weigel.
8. Aufl. 2002. -KÖSEL-

Chat Drogenberatung Online

Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Aktuelle Suchtpräventionskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

"Bist du stärker als Alkohol?"
Start der Sommerkampagne 2004 zum kritischen Umgang von Jugendlichen mit Alkopops und anderen alkoholischen Getränken

Rotwein (Bild: AP)
Rotwein (Bild: AP)
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wird mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Verbesserung des Schutzes junger Menschen vor Gefahren des Alkohol- und Tabakkonsums den Auftrag erhalten, aus den Mehreinnahmen der Alkopopsteuer zusätzliche Maßnahmen zur Suchtprävention zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund und nach den positiven Reaktionen der vergangenen Jahre startet die BZgA für diese Sommersaison erneut die Jugendkampagne "Bist du stärker als Alkohol?".

Metalldosen zur Aufbewahrung von Haschisch (Bild: AP)
Metalldosen zur Aufbewahrung von Haschisch (Bild: AP)
Rauchfrei, eine Kampagne, die darauf ausgerichtet ist, Nichtraucher vor dem Einstieg in das Rauchen zu bewahren, (Nicht)Raucher vor Passivrauch zu schützen und Raucher beim Aufhören zu unterstützen. Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche, aber auch an Erwachsene, z.B. (werdende) Eltern, Ärzte, Lehrer oder Mitarbeiter in Betrieben und stellt neben Informationsmaterial zum Thema Rauchen/Nichtrauchen auch beratende Unterstützung sowie wissenschaftliche Fachpublikationen bereit.

Rauchfrei-Kampagne der BZgA
Rauchfrei-Info der BZgA (für Kinder und Jugendliche)

Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze - BZgA

Kinder stark machen - BZgA

Drugcom.de - BZgA

Weitere wichtige Internetadressen:

Anonyme Alkoholiker Interessengemeinschaft e. V.

Kreuzbund

Suchtberatungsstellen und ambulante Therapie-Einrichtungen

Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands



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