Lange Nacht
Archiv | Lange Nacht | Freitag • 23:05
21.1.2005
Blickwechsel
Eine Lange Nacht über den Umgang mit dem Wahn
Von Cornelia Schäfer
Die Psychiatrie-Reform und die Emanzipation der Psychiatrie-Erfahrenen, haben einen Blickwechsel eingeleitet: Wenn Ärztinnen, Bürger und Angehörige heute auf die "Verrückten" schauen, gucken diese zurück. Und die "Normalen" können statt des "anderen", des "Defekten" oder des "gefährlichen Irren" oftmals schon den Mitmenschen mit seinem seelischen Problem erkennen. Eine Lange Nacht über Blicke auf den Wahn. Vorsicht: Es wird zurückgeschaut!
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14.1.2005
Zerrissene Klage, verwandelt in Kunst
Flamenco in einer Langen Nacht
Von Kersten Knipp
Wenn es stimmt, dass große Musik aus Not und Verzweiflung entsteht, dann dürfte der Flamenco zu den vollendeten Kunstschöpfungen überhaupt gehören. Denn über viele Jahrhunderte hatten seine Schöpfer, die andalusischen gitanos, Zeit, ihren Schmerz in betörenden Klang zu verwandeln. Doch erst der kommerzielle Erfolg von heute hat jene atemberaubende technische Virtuosität ermöglicht, die den Flamenco so erregend macht.
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7.1.2005
Kniehoch in Pulverschnee
Die Lange Nacht der Schulwege
Autorin: Marita Loosen
Schulwege sind die ersten Reisen "aus dem Nest", die Menschen regelmäßig, auf sich allein gestellt zurücklegen. Eindrücke und Bilder des täglichen Hin und Her hinterlassen Spuren, graben sich häufig bis auf kleinste Details ins Gedächtnis ein. Selbst Stimmungen, Ängste und Wünsche werden im Rückblick wieder wach. Die Lange Nacht widmet sich diesen Erinnerungen an das tägliche Ritual jeder Kindheit. Die Collage mündlich erzählter Geschichten und literarischer Texte zeigt, dass der Schulweg viel mehr ist als ein täglicher Pflichtparcours.
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24.12.2004
Noch lebt in mir der Hoffnung Lust und Schmerz
Die Lange Nacht des Friedrich Hölderlin
Von Hans Bräunlich
Zeitgenossen nannten ihn den armen Hölderlin. Das seelische Verstörtsein des 1770 geborenen, extrem empfindenden Dichters setzte 1799 verstärkt ein. Da hatte er nicht nur seinen Hoffnungen auf gesellschaftliche Umwälzungen in Deutschland längst aufgeben müssen. Auch sein persönliches Scheitern war nicht mehr zu verleugnen. Die szenische Collage, gestaltet aus Briefen, Werk-Texten und Zeitzeugen-Berichten, zeichnet als authentische Biografie in drei Kapiteln die Lebens- und Dichterhoffnungen des Friedrich Hölderlins in der Langen Nacht nach.
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17.12.2004
Biene Maja in der Häschenschule
Eine Lange Nacht der Kinderbücher
Von Barbara Leitner und Barbara Zillmann
Struwwelpeter, das Nesthäkchen, der Nazi-Pimpf, Alfons Zitterbacke, Biene Maja oder Pippi Langstrumpf - sie und andere Fabelwesen haben Millionen von Kindern die Welt erklärt. Mutters Stimme am Abend trug Bilder und Helden sanft ins Unterbewusste. Was haben sie dort aus- oder angerichtet? Haben sie erfreut, getröstet, geholfen oder Angst gemacht? Um das heraus zu finden, lesen wir noch einmal aus Klassikern und Neuheiten vor. Und fragen Sammler, Pädagogen und Verlagsleute nach ihrem Zauber.
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10.12.2004
Fast wie ein Brief von Zuhause
Eine Lange Nacht über Glenn Miller
Von Christian Blees
Der "Chattanooga Choo Choo" heimst 1941 die erste Goldene Schallplatte der Musikgeschichte ein. Auch "Moonlight Serenade" oder "Tuxedo Junction" sind Evergreens, die nach wie vor im Radio gespielt werden. Über den Mann hinter diesen Melodien ist aber kaum etwas bekannt. Glenn Miller gilt ebenso als begnadeter Arrangeur wie als unnahbarer, Disziplin versessener Chef und glühender Patriot. Die Lange Nacht über Glenn Miller geht dem Menschen, Musiker und Mythos Miller auf die Spur.
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3.12.2004
Dieses reine, unbedingte Ereignis
Eine Lange Nacht vom Erkennen im Augen-Blick
Ralf Busse und Bernd Wegener
Goethe skizziert in "Die Leiden des jungen Werthers" jene große Sehnsucht des Liebenden, die das Objekt des Verlangens von der Wirklichkeit narzisstisch abspaltet. Und Rilke hat vor allem in seinen Briefen dieses Innewerden im Augenblick festgehalten, das der dichterischen Intuition voraus geht und sie beflügelt: Dieses reine, unbedingte Ereignis. Eine Lange Nacht über den Augen-Blick des Erkennens und einer nicht endenden Sehnsucht.
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26.11.2004
Mönchspfeffer, Teufelsdreck und Paradieskörner
Die Lange Nacht der Gewürze
Moderation: Peter Kiefer und Judith Kauffmann
Für ein Pfund Safran zahlt man im England des zwölften Jahrhunderts ein Pferd, für zwei Pfund Muskatblüte eine Kuh und Pfefferkörner werden gar in Gold aufgewogen. Europa ist verrückt nach exotischen Gewürzen. Die Lange Nacht der Gewürze will dorthin, wo der Pfeffer wächst, will die alten und die neuen Wege zu Ingwer, Zimt, Kardamom und Macisblüte ergründen, nicht weniger deren Heil bringende und aphrodisische Geheimnisse. Sie will Mythen erzählen und Fakten vermitteln. Und sie will schmecken und riechen.
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19.11.2004
So blieb er ein Fremder
Eine Lange Sándor-Márai-Nacht
Von Monika Künzel und Christian Brückner
Es ist nicht das Erkennen von Fakten, mit dem der erst zehn Jahre nach seinem Tod 1999 wieder entdeckte Schriftsteller und Publizist Sándor Márai zu internationalem Ruhm gelangt: Es ist seine unbestechliche, fast peinigende Suche nach der Wahrheit. Christian Brückner liest in dieser Langen Nacht Prosatexte von Sándor Márai, aber auch aus dessen literarischen Reflexionen und den Tagebüchern der letzten Jahre bis zu seinem Selbstmord 1989 im kalifornischen San Diego.
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12.11.2004
Wo Noah strandete und seine Urenkel siedelten
Eine Lange Nacht über Armenien
Dietrich Möller und Stephanie Rapp
Die armenische Hochebene war eine der Geburtsstätten unserer Zivilisation. Und allemal sind es seit dem vierten Jahrhundert entstandene Kunstdenkmäler, die von der Phantasie und den handwerklichen Fähigkeiten der Armenier zeugen. Indessen, es ist ein geschundenes Volk. Meder und Perser suchten es heim, Römer und Parther, Byzantiner, Araber und Mongolen; schließlich teilten sich Osmanen und Safawiden das Land, bis sich die Russen den persischen Teil nahmen. Unterdrückung und Pogrome sind Konstanten der Geschichte dieses Volks.
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