Lange Nacht
Archiv | Lange Nacht | Freitag • 23:05
5.11.2004
Wie gruselt's mich um Mitternacht
Eine Lange Nacht der Gespenster
Autorin: Hannelore Hippe
Es gibt sie nicht nur zur Geisterstunde und auf der britischen Insel, die ausdauernd spukenden Gespenster, denen diese "Lange Nacht" gewidmet ist. Zwar scheint die Dichte an aktiven Geistern auf der britischen Insel eindeutig höher zu sein als bei uns, doch heißt das nicht, dass Deutschland eine gespensterfreie Zone ist. Nur gehen wir lange nicht so liebe- und verständnisvoll mit unseren kopflosen Rittern und weißen Frauen um.
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29.10.2004
Strümpfe, Schweine und Tresore
Die Lange Nacht vom Sparen
Regina Kusch und Andreas Beckmann
"Spare in der Zeit, so hast Du in der Not!" Um diese Weisheit populär zu machen, haben Bankdirektoren vor 80 Jahren den Weltspartag ins Leben gerufen. Damals hatte Deutschland gerade die Zeit der großen Inflation überstanden. Danach wurden die Deutschen zu Weltmeistern im Sparen. Eine Lange Nacht über Pfennigfuchser und Verschwender, über Sparclubs und Schuldnerberater, über Zeitsparen und Volksweisheiten wie "Weniger ist mehr", über Onkel Dagobert und Geld, das nicht glücklich macht.
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22.10.2004
Ein Zauberer auf dem Sender
Die Lange Nacht des Rundfunkpioniers Hans Flesch
Armin H. Flesch und Wolfgang Hagen
Als 1923/24 in Deutschland die ersten Programmgesellschaften gegründet wurden, herrschte zunächst oft Langeweile im Äther: Morgens Gymnastik und kirchliche Feiern, mittags Kochrezepte und Zeitsignal, abends ein Konzert oder ein "belehrender Vortrag" und zum Schluss das Deutschlandlied. Am 1. April 1924 geht auch Frankfurt am Main auf Sendung. Programmchef wird ein frisch promovierter Mediziner namens Hans Flesch. Von allen deutschen Rundfunkleitern hat er als erster eine klare Vorstellung von den Möglichkeiten des neuartigen Massenmediums. Bert Brecht, Kurt Weill, Walter Ruttmann, Ernst Krenek, Walter Benjamin, Paul Hindemith - lang ist die Liste derer, die er zur Mitarbeit im Funk gewinnt.
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15.10.2004
Blicke ins Dunkel
Eine Lange Nacht über deutsche Geschichte in Afrika
Von Oliver Ramme
Afrika, aus heutiger Sicht, gleicht einer Ansammlung von Klischees. Ähnlich ist es vor 120 Jahren, als die deutsche Kolonialzeit mit der Berliner Kongokonferenz ihren Lauf nimmt. Die Kolonialzeit, die nur 30 Jahre währt, ist kein deutsches Ruhmesblatt. Trauriger Tiefpunkt ist die blutige Niederschlagung des Herero-Aufstands vor 100 Jahren im heutigen Namibia. Auch ist bis heute kein tieferes Verständnis für die Besonderheiten Afrikas entstanden. Überragend im Vergleich mit anderen Kontinenten ist lediglich eines: die Zahl der Klischees. Eine "Lange Nacht" über die Geheimnisse Afrikas und der ratlose deutsche Blick auf den fernen, nahen Kontinent.
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8.10.2004
"Aus dem Leben eines Taugenichts..."
Die Lange Nacht der Väter
Von Jochanan Shelliem
Auch wenn verliebte Frauen ihren Göttergatten dufte finden, wenn er wie Papa riecht, es ist ein hartes Los, das Los der Neuen Väter nach dem Tod des Patriarchats. Berühmte Väter, kreative Patriarchen, die Bennents und der Becker-Sander-Clan, wenn Heinz und Otto sprechen. Was ist nun dran am Vatertier? Doch keine Angst, die Rettung naht: Modelle bietet diese Lange Nacht der Neuen Väter und Antworten auf alles, was Sie sich nie zu fragen wagten, auf der Suche nach dem Taugenichts mit Waschbrettbauch.
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1.10.2004
Wir haben ein Land aus Worten
Lange Nacht der arabischen Literatur
Moderation: Stefan Weidner und Martina Sabra
Sieht man von "Tausendundeiner Nacht" ab, ist die arabische Literatur die große Unbekannte unter den Literaturen der Welt. Doch die Araber können auf eine 1500-jährige Literaturgeschichte zurückblicken, und die moderne arabische Literatur hat in den letzten Jahrzehnten eine fulminante Entwicklung durchlaufen. Und in diesem Jahr ist die arabische Welt Ehrengast der am 6. Oktober beginnenden Frankfurter Buchmesse.
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24.9.2004
Wohl brach ich die Ehe, aber zuerst brach die Ehe mich
Die Lange der Nacht der Scheidung
Von Heide und Rainer Schwochow
Verliebt, verlobt, verheiratet, geschieden: eine uralte Geschichte. Die Lange Nacht macht einen Abstecher in die Geschichte von Ehe und Ehebruch, wir stoßen auf Abgründe des Strafrechts, auf Tabus, klerikale Doppelmoral, aber auch auf Scheidungen, die mit Fairness vollzogen werden. Eine Trennung in Würde? Das bedeutet anstrengende psychologische Arbeit für die Hauptdarsteller eines Stückes, das wir "Scheidung" nennen. Obwohl vom Publikum meist als Tragödie interpretiert, kann es auch ein Drama mit gutem Ausgang sein.
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17.9.2004
Zeitzeugen der Ewigkeit
Eine Lange Nacht der Sterne
Moderation: Ulrich Blumenthal
Sie sind da - immer, jede Nacht, Jahr für Jahr, seit Äonen: Sterne. Uns Menschen erscheinen sie unvergänglich. Der gestirnte Himmel von heute unterscheidet sich kaum von dem zu Christi Geburt. Sterne sind nicht alles im All - aber ohne Sterne wäre das All nichts. Denn die heißen Gaskugeln machen buchstäblich Licht im Universum - und sie sind gigantische chemische Fabriken. Kohlenstoff, Sauerstoff, Eisen, Silber, Gold - alle Elemente, die wir zum Leben brauchen, sind einst in Sternen entstanden.
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10.9.2004
Beschmutzt und schlammig ist die Welt...
Eine Lange Nacht über Dichtung und Exil
Von Ernst Schwarz
Der Dichter, Übersetzer und Essayist Ernst Schwarz, der als junger Mann 1938 nach Schanghai floh und erst ein Vierteljahrhundert später nach Europa zurückkehrte, hat in den darauf folgenden vierzig Jahren nicht nur chinesische Dichtung, Philosophie und Geschichte einem deutschsprachigen Publikum vermittelt: Schwarz hat auch die Zusammenhänge zwischen Dichtung und Exil sensibel nachgezeichnet und in der eigenen Suche nach dem Namenlosen zu beschreiben versucht.
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3.9.2004
Ich habe nichts zu sagen, und ich sage es
Eine Lange Nacht über John Cage
Von Hermann-Christoph Müller
Kein anderer Komponist hat unsere Vorstellung von Musik derart erweitert wie John Cage. Das präparierte Klavier, der Zufall als Kompositionsmethode, die Gleichberechtigung von Stille und Klang - das sind nur einige der wegweisenden Neuerungen, mit denen er die Musikwelt überraschte. "Ich habe nichts zu sagen, und ich sage es, und das ist Poesie, wie ich sie brauche."
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