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9.12.2004
Gabriel García Márquez: "Erinnerung an meine traurigen Huren"
Kiepenheuer & Witsch
Rezensentin: Iris Radisch

Gabriel García Márquez, südamerikanischer Erzähler (Bild: AP Archiv)
Gabriel García Márquez, südamerikanischer Erzähler (Bild: AP Archiv)
"Erinnerung an meine traurigen Huren" ist das erste erzählende Werk des Literaturnobelpreisträgers seit 10 Jahren. Schon vor dem Erscheinen sorgte ein Raubdruck des noch unvollendeten Manuskripts in seiner Heimat Kolumbien für Wirbel.

In dem Buch erfährt ein Greis die Liebe durch eine junge Hure. Doch diese Liebe bleibt unerfüllt, so dass er am Ende seines Lebens lernt, "dass die unbesiegbare Kraft, die diese Welt bewegt, nicht aus glücklicher, sondern aus verhinderter Liebe erwächst".

Das Buch ist eine Reminiszenz an "Die schlafenden Schönen" des japanischen Literaturnobelpreisträgers Kawabata, das Márquez vor 20 Jahren entdeckte und bewunderte.
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