Literatur Live
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23.12.2004
Eric-Emmanuel Schmitt: "Das Kind von Noah"
Ammann Verlag
Rezensent: Thomas Askan Vierich

Aus dem Französischen von Inès Koebel

Die schwachen, wenn auch wohlmeinenden Eltern und ein prägender, starker Erwachsener, der vom Sohn an ihrer Statt ausgewählt wird: Das ist das entscheidende Grundmuster der Erzählungen Schmitts. Das macht sie so anrührend - jenseits aller wohl formulierten Aufforderungen zu mehr Toleranz und Menschlichkeit. Dazu kommt der Humor, der freche Ton, den seine kindlichen Protagonisten anschlagen.

Mit leichter Hand diskutiert Schmitt die ganz großen Fragen: Warum lässt Gott das zu? Welche Religion ist besser? Was ist eigentlich ein Jude? Außerdem ist "Das Kind von Noah" eine spannende Geschichte, die während der Nazibesetzung Belgiens in einem Waisenhaus spielt, in dem ein katholischer Pater jüdische Kinder versteckt.
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