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29.12.2004
Dag Solstadt "Elfter Roman, achtzehntes Buch"
Dörlemann
Rezensent: Joachim Scholl

Dag Solstad hat es nicht mit Titeln: Nüchtern nummeriert er seine Romane durch, und so ist das erste Werk, das auf Deutsch erscheint, tatsächlich sein "Elfter Roman. Achtzehntes Buch". Und es wurde wirklich Zeit: Dag Solstad zählt in Skandinavien zu den renommiertesten Autoren, den norwegischen Kritikerpreis erhielt er schon drei Mal. Jetzt endlich können auch deutsche Leser die literarische Welt von Dag Solstad kennen lernen: Mit subtilem Humor und scharfer Präzision beschreibt der Autor die moderne Gesellschaft, er erzählt von Einsamkeit und falsch verstandenen Gefühlen. Das vorliegende Buch, im Original 1992 erschienen, handelt von Björn, einem entwurzelten Intellektuellen, der mit einer großen Tat sein verkorkstes Leben erneuern will. Dag Solstad nannte das Buch "einen Roman, der zeigt, dass das Leben unmöglich ist."
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