Literatur Live
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7.1.2005
Jonathan Lethem: "Die Festung der Einsamkeit"
Tropen
Rezensentin: Antje Ravic Strubel

Der 40-jährige Lethem erzählt die Geschichte der Nachbarjungen Dylan Ebdus und Mingus Rude im Brooklyn der 70er Jahre. Es ist die Zeit vor dem Boom und vor dem großen Crash, es sind die Jahre von Soul und Funk, von Crack und Graffiti. Dylan wächst als einziges weißhäutiges Kind in einer Straße auf, auf der er sich nur mit dem dunkelhäutigen Freund behaupten kann, "sie waren zur Freundschaft verdammt".

Die Hippie-Mutter Rachel ist meist "abwesend" und der begabte, aber erfolglose Vater verliert sich als Zeichentrickfilmer. Die Fremdheit auf der Straße setzt sich später auf der öffentlichen Schule, die fast ausschließlich von Schwarzen besucht wird, fort. Die Erfahrung macht einsam und hart und lässt auch den erwachsenen Dylan nicht los. In einem Drehbuch, das er an ein Studio in Hollywood verkaufen will, erzählt er seine Geschichte.
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