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14.1.2005
John Griesemer: "Niemand denkt an Grönland"
mare buchverlag
Rezensent: Bruno Preisendörfer

Aus dem Amerikanischen von Ingo Herzke

John Griesemers Roman "Rausch", der von der Verlegung des Transatlantikkabels handelt, wurde in Deutschland zu einem viel größeren Erfolg als in den USA, dem Heimatland des Autors. Jetzt ist auf Deutsch auch Griesemers Debütroman mit dem Titel "Niemand denkt an Grönland" erschienen. Er spielt Ende der 50er und handelt von einem Geheimlazarett irgendwo im grönländischen Eis, in dem schwer verwundete und verunstaltete Korea-Veteranen untergebracht sind. Der Held wird in diese Militärstation versetzt und beauftragt, eine Stützpunktzeitung herzustellen. Der furiose Roman karikiert das Leben in der Army und setzt zugleich den traumatisierten Soldaten ein Denkmal. Eine hinreißende Liebesgeschichte zieht sich wie ein rosaroter Faden durch die Ödnis und die Schrecken des militärischen Alltags.
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