Literatur Live
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20.1.2005
Louise Erdrich: "Der Gesang des Fidelis Waldvogel"
Eichborn
Rezensent: Lutz Bunk

Louise Erdrich, Kind eines Deutschen und einer Indianerin, ist eine Ausnahmeschriftstellerin, ihr neuer Roman "Der Gesang des Fidelis Waldvogel" ein Meisterwerk amerikanischer Erzählkunst, eine Familiensaga mit jener tiefen Intensität und Sympathie für die Charaktere, die an John Steinbeck erinnert. Im Zentrum des Romans steht der deutsche Metzger Fidelis Waldvogel, der 1918 auswandert und in den USA eine Existenz gründet. In dessen neuer Heimatstadt Argus am Oberlauf des Mississippi mischen sich verschiedene Kulturen: Deutsche, Polen, Juden, Franzosen und Indianer. Wie in ihren anderen Romanen "Liebeszauber" oder die "Rübenkönigin" auch, schafft es Louise Erdrich, Kulturen vorurteilsfrei zu skizzieren und das gemeinsame Menschliche herauszuarbeiten, poetisch, dramatisch und humorvoll.
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