Literatur Live
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27.1.2005
Richard Wagner: "Habseligkeiten"
Aufbau Verlag
Rezensentin: Carola Wiemers

Es ist ein beliebtes Motiv in der Literatur, anlässlich der Beerdigung eines Angehörigen sich nicht nur einer Lebensgeschichte zu erinnern, sondern auch der Geschichte einer Zeit. Auch Richard Wagners neuer Roman "Habseligkeiten" beginnt mit einer solchen Zeremonie. Während sein Protagonist Werner Zillich den Vater auf seinem letzten Weg begleitet, werden Erinnerungen in ihn wach, die auf die 250-jährige Geschichte der Banater Schwaben verweisen.

Damit ist der Erzählmotor angeworfen und die Suchmaschine beginnt durch die Figur Zillich diese Geschichte aus vielen Bruchstücken zusammenzusetzen. Wagner sorgt mit einer pointierten, knappen und humorvollen Sprache dafür, dass nicht nur ein facettenreiches Zeit-Bild entsteht, sondern ein kurioser Familienroman, der zugleich ein Epochenroman ist.
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