Literatur Live
Archiv | Literatur Live | Montag bis Freitag • 15:10
27.9.2004
Herman Melville: "Ein Leben"
Hanser Verlag
Rezensent: Bruno Preisendörfer
Der lange Lebensweg und die kurze literarische Karriere Herman Melvilles sind ein abenteuerlicher Stoff. Jetzt ist ein Buch erschienen, in dem die Herausgeber erhalten gebliebene Briefe und Tagebücher Melvilles zusammengestellt und durch präzis erzählende Zwischentexte zu einer spannenden Schriftstellerbiografie arrangiert haben.
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24.9.2004
Juli Zeh: "Spieltrieb"
Schöffling &Co
Rezensent: Helmut Böttiger
"Spieltrieb" ist schon der zweite, umfangreiche Roman der 1974 geborenen Juli Zeh, die mit "Adler und Engel" einen Sensationserfolg hatte. Es geht um eine Schülergeschichte an einem Bonner Gymnasium: Ada und Alev leben in einer obsessiven Abhängigkeit voneinander, und sie drängen sich in terroristischer Manier dazu, die Grenzen der Moral zu überschreiten.
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23.9.2004
Lars Gustafsson: "Der Dekan”
Hanser Verlag
Rezensentin: Carola Wiemers
"Der Dekan" ist Gustafssons dritter Teil seiner texanischen Trilogie.Wen wundert es da, dass bei der Lektüre alte Bekannte auftauchen. Schließlich geht es um Spencers "hinterlassene Papiere". Das in seinem Auto aufgefundene Konvolut hat es in sich, Spencer selbst aber ist verschwunden.
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22.9.2004
Henning Ahrens: "Langsamer Walzer"
S. Fischer Verlag
Rezensent: Jörg Magenau
Mitten in der kriegszerstörten "Winterstadt" sitzt ein Autor an einem altertümlichen Computer. Er umreißt das Szenario und das Personal der Welt, in der er zu überleben sucht. Es ist eine brüchige Welt, die "schon bei einem so leisen Geräusch wie dem Zuklappen eines Buches in sich zusammenfallen würde". Doch die Geräusche, die Henning Ahrens in seinem apokalyptischen Endzeitroman heraufbeschwört, sind alles andere als zart.
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21.9.2004
Rafael Chirbes: "Alte Freunde"
Antje Kunstmann Verlag
Rezensent: Uwe Stolzmann
Revolutionäre von einst, Gefährten des Kampfes gegen die Franco-Diktatur begegnen sich bei einem nostalgischen Treffen, das zu einem qualvollen Gang durch das Labyrinth der Vergangenheit gerät. Die Compañeros von gestern sind heute angepasste Bürger - Kunsthändler, Bauunternehmer, Schriftsteller, Maler. Skrupellos die einen, gescheiterte Existenzen die anderen.
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20.9.2004
Antje Rávic Strubel: "Tupolew 134"
C.H. Beck
Rezensent: Michael Opitz
Hintergrund dieses Romans ist ein tatsächliches Ereignis: 1978 entführten zwei DDR-Bürger eine Flugzeugmaschine vom Typ Tupolew 134, die sich auf dem Weg von Gdansk nach Berlin-Schönefeld befand. Die Entführung ist nicht geplant, sie ist eher ein Akt der Verzweiflung, denn der länger geplante Fluchtversuch der beiden Protagonisten wurde verraten.
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17.9.2004
Brigitte Kronauer: "Verlangen nach Musik und Gebirge"
Klett-Cotta
Rezensent: Rainer Moritz
"Verlangen nach Musik und Gebirge" ist ein vielschichtiger, aufwühlender Roman, der um Liebe und Verrat kreist - in Brigitte Kronauers unverwechselbarer Kunstsprache, die hohe Töne mit umgangssprachlichen Wendungen verschränkt und selbst vertrauten Beobachtungen, etwa der Nordseeküste, neuen Glanz gibt.
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16.9.2004
Amitav Gosh: "Hunger der Gezeiten"
Blessing
Rezensentin: Claudia Kramatschek
Als den ausfransenden Saum Indiens beschreibt der Schriftsteller Amitav Ghosh in seinem neuen Roman die Sundarbans im südlichen Westbengalen. An diesem Rand, der durch unzählige Inseln, durch Sümpfe und Mangrovenwälder gekennzeichnet ist, wo Krabben und Tiger leben, treffen die Meeresforscherin Piya und der Übersetzer Kanai aufeinander.
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15.9.2004
Alice Munro: "Himmel und Hölle"
S. Fischer
Rezensentin: Gertrud Lehnert
Neun unterschiedlich lange Erzählungen über Frauen und ihr Verhältnis zu Männern - keine Liebesgeschichten, sondern: Geschichten vom Alltag, auf den sich plötzlich eine ganz andere Perspektive auftut. Geschichten über die oft unscheinbaren Schwierigkeiten des (Zusammen-)Lebens zwischen Anpassung, dem Bestreben nach Selbstbehauptung und der Fähigkeit zum Kompromiss, die eine Person und ihre großen und kleinen Abgründe greifbar werden lassen.
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14.9.2004
António Lobo Antunes: "Elefantengedächtnis"
Luchterhand
Rezensentin: Sigrid Löffler
"Er hat ein Elefantengedächtnis", sagte die Mutter oft über ihren Sohn. Das gab diesem autobiographischen Roman, in dem der weltberühmte Autor davon erzählt, wie und warum aus ihm ein Schriftsteller wurde, den Titel. Es ist sein erster Roman, zu dessen Veröffentlichung Lobo Antunes aus persönlichen Gründen erst jetzt die Zustimmung gab.
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