Literatur Live
Archiv | Literatur Live | Montag bis Freitag • 15:10
27.8.2004
Javier Marias: "Dein Gesicht morgen"
Klett-Cotta
Rezensent: Georg Schmidt
Formal raffiniert und faszinierend verfolgt Marias einige seiner klassischen Themen: das unergründliche Wesen der Menschen, Segen und Fluch von Reden und Schweigen, die Tatsache, dass wir meist von Anfang an Dinge in Menschen sehen können, die wir aber nicht wahrhaben wollen.
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26.8.2004
Melania Mazzucco: "Vita"
Knaus
Rezensentin: Maike Albath
New York, 1903: Tag für Tag spucken die Übersehdampfer Einwanderer aus aller Welt auf Ellis Island aus. Auf der Flucht vor Armut und Hunger verlassen ganze italienische Dörfer den alten Kontinent. In manchen Familien reicht das Geld nur für die Schiffspassage der Kinder: In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft werden der zwölfjährige Diamante und die neunjährige Vita in die neue Welt entsandt.
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25.8.2004
Martin Amis: "Yellow Dog"
Hanser Verlag
Rezensent: Jörg Magenau
Martin Amis hat sich in seinen Romanen und Erzählungen auf die Paradoxien des männlichen Ego spezialisiert. Die Verknüpfung von Sexualität und Gewalt ist sein zentrales Thema. In seinem neuen Roman "Yellow Dog" zeigt er, wie leicht ein Mann brutalisierbar ist.
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24.8.2004
William Gibson: "Mustererkennung"
Klett-Cotta
Rezensent: Kolja Mensing
Cayce Pollard ist allergisch gegen Markenprodukte. Eine Jacke von Tommy Hilfiger löst bei ihr eine leichte Übelkeit aus, eine Handtasche von Louis Vuitton verursacht Panikattacken und ein unvorbereiteter Blick auf das Michelin-Männchen bringt sie bis an den Rand eines Kreislaufzusammenbruchs. "Mustererkennung" spielt im historischen Sommer des Jahres 2002 und erzählt von einer medial überdeterminierten und durch Marketingstrategien beherrschten Welt.
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23.8.2004
John Lanchester "Hotel Empire"
Zsolnay
Rezensent: Joachim Scholl
Seit den gefeierten Romanen "Die Lust und ihr Preis" und "Mr. Philips von 6 bis 7" gilt John Lanchester als origineller, witziger und literarisch ausgesprochen gebildeter Erzähler. Nun überrascht der Engländer seine Leser erneut: mit einem großangelegten Epochen- und Gesellschaftsroman, der fast das gesamte 20. Jahrhundert umspannt und von Europa bis weit nach Asien führt.
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20.8.2004
Janusz Glowacki: "Die Unterhose, die Lotterie und das Schwein"
Skarabeus Verlag
Rezensent: Martin Sander
Janusz Glowacki hat sich bereits als Dramaturg, Drehbuchautor und Kritiker, aber auch als satirischer Erzähler hervorgetan. In seinem neuesten Roman "Die Unterhose, die Lotterie und das Schwein" enwirft der polnische Autor, der heute in New York lebt, ein düster-groteskes Bild der Zukunft. Schwerwiegende Gesellschaftskritik in leichter Form.
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19.8.2004
Fattaneh Haj Seyed Javadi: "In der Abgeschiedenheit des Schlafs"
Insel Verlag
Rezensentin: Aishe Malekshahi
Mitte der neunziger Jahre erzielte Fattaneh Haj Seyed Javadi mit ihrem Debütroman "Der Morgen der Trunkenheit" einen Bestsellererfolg im Iran. Mit ihrer zweiten Veröffentlichung - einem Erzählband - ist die fast sechzigjährige Schriftstellerin in der jüngsten Gegenwart des Iran angekommen. Sie offenbart den Blick in eine zutiefst zerrüttete, entwurzelte Gesellschaft.
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18.8.2004
Nagib Machfus: "Die Reise des Ibn Fattuma"
Union Verlag
Rezensentin: Birgit Koß
Neues vom ägyptischen Literaturnobelpreisträger Nagib Machfus - neu zumindest für das deutschsprachige Publikum. Denn bereits vor gut 20 Jahren erschien der Roman in Kairo. Eine abenteuerliche Reise ans Ende der Welt und in das eigene Selbst. Auf der Reise durch fremde Länder und in der Begegnung mit fremden Sitten und Gebräuchen findet Ibn Fattuma zu sich selbst.
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17.8.2004
Laurent Mauvignier: "Ein Ende finden"
Eichborn Verlag
Rezensentin: Susanne von Schenck
Er arbeitet als Müllwagenfahrer, sie geht putzen. Die Ehe ist die Hölle, es gibt keine Kommunikation. Er will zu seiner Geliebten, sie hält das nicht aus. Ein Unfall bringt ihn zu ihr zurück. Bewegungslos ist er ans Bett gefesselt und ihrer Fürsorge ausgeliefert. Laurent Mauvigniers zweiter Roman ist der innere Monolog einer Frau.
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16.8.2004
Gerhard Seyfried: "Der schwarze Stern der Tupamaros"
Eichborn Verlag
Rezensent: Eike Gebhardt
Einer, der '68 dabei war, schon damals eine Legende wegen seiner genau beobachteten Szene-Comics mit ihren scharf gezeichneten Charakteren, hat jetzt einen Doku-Roman über die Epoche vorgelegt. Die Helden und die Anti-Helden jener Zeit, ihr Umgang miteinander, ihre Feindbilder und Handlungsmotive, der Lebensstil und ihre Utopien sind dramaturgisch geschickt inszeniert.
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