Literatur Live
Archiv | Literatur Live | Montag bis Freitag • 15:10
4.2.2005
Anna Gavalda "Zusammen ist man weniger allein"
Verlag: Hanser
Rezensentin: Ursula Escherig
In einer riesigen Pariser Wohnung leben vier gescheiterte Existenzen zusammen : der stotternde, schüchterne Adlige Philibert; der ruppige, aber eigentlich weiche Koch Franck; seine Großmutter Paulette und Camille, eine überaus begabte Zeichnerin, die ihren Lebensunterhalt aber lieber mit der Reinigung von Büroräumen verdient - alle vier sind ein bisschen verrückt. Die so unterschiedlichen Charaktere bilden eine Notgemeinschaft gegen die feindliche Welt.
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3.2.2005
Hari Kunzru "Grayday"
Verlag: Blessing
Rezensentin: Birgit Koß
Der Held des neuen Romans von Hari Kunzru ist ein junger Inder in den USA. Der Einwanderer verliert seinen Job als Software-Experte schon nach einem Jahr - und legt in seiner Verzweiflung das Datennetz seiner Firma durch einen Virus lahm, der sich rasend schnell fortpflanzt und weltweit Informationssysteme kollabieren lässt.
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2.2.2005
Marcell Sauvageot "Fast ganz die Deine"
Verlag: Nagel & Kimche
Rezensentin: Ursula März
Für eine ganze Generation französischer Schriftsteller der klassischen Moderne war dieses schmale Buch, geschrieben im Jahr 1930, ein bewunderter Geheimtipp: Prosa, in der Kunst und Leben zusammenfallen.
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1.2.2005
Margaret Forster "Ich warte darauf, dass etwas geschieht"
Verlag: Arche
Rezensentin: Maike Albath
Margaret Forsters neuer Roman ist ein erfundenes Tagebuch: Die englische Schriftstellerin denkt sich eine Frau namens Millicent aus, baut sich selbst als Herausgeberin ein, schreibt ihrer Heldin tägliche Eintragungen auf den Leib und verknüpft die Aufzeichnungen durch Kommentare.
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31.1.2005
Max Goldt "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens"
Verlag: Rowohlt
Rezensent: Thomas Askan Vierich
Die neuen Texte unseres Oberkolumnisten, der ja auch ein großartiger Vortragender ist, stammen aus den Jahren 2002 bis 2004. Der Wortklauber und Sittenversteher betrachtet wieder einmal die Welt und den Alltag als eine Art Harald Schmidt der kurzgerafften Unterhaltungsliteratur - wobei Goldt wohlgemerkt ein ausgemachter Fernsehhasser ist, wie auch dieses Büchlein wieder zeigt.
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28.1.2005
Ivan Turgenev: "Aufzeichnungen eines Jägers"
Manesse
Rezensent: Wolfgang Schneider
Turgenevs "Aufzeichnungen eines Jägers", Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, waren ein ästhetisches und zugleich auch politisches Ereignis. Das Buch, mit dem der Autor zu seinem Stil fand, verbindet stilistische Virtuosität mit humanistischer Emphase, Sozialkritik mit großer Kunst.
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27.1.2005
Richard Wagner: "Habseligkeiten"
Aufbau Verlag
Rezensentin: Carola Wiemers
Es ist ein beliebtes Motiv in der Literatur, anlässlich der Beerdigung eines Angehörigen sich nicht nur einer Lebensgeschichte zu erinnern, sondern auch der Geschichte einer Zeit. Auch Richard Wagners neuer Roman beginnt mit einer solchen Zeremonie. Während sein Protagonist den Vater auf seinem letzten Weg begleitet, werden Erinnerungen in ihn wach, die auf die 250-jährige Geschichte der Banater Schwaben verweisen.
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26.1.2005
Christoph Hein: "In seiner frühen Kindheit ein Garten"
Suhrkamp Verlag
Rezensent: Michael Opitz
Der Tod seines Sohnes Oliver lässt dem Gymnasialdirektor einer deutschen Kleinstadt keine Ruhe. Oliver Zurek, ein bundesweit gesuchter Terrorist, wurde bei einem Schusswechsel mit Beamten des Bundesgrenzschutzes auf dem Bahnhof in Kleinen von einer Kugel getroffen. Zunächst hieß es, er hätte dabei einen Beamten erschossen und sich dann selbst getötet. Nach einer zweiten Obduktion muss diese offizielle Variante korrigiert werden.
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25.1.2005
Helga Schütz: "Knietief im Paradies"
Aufbau Verlag
Rezensent: Jörg Magenau
Helga Schütz' neuer, autobiografisch grundierter Roman setzt mit der Zerstörung Dresdens im Bombenhagel ein und reicht bis ins Jahr 1953, als eine Streikwelle die DDR erschütterte. Sie beschreibt Zeitgeschichte aus der Perspektive einer jungen Heldin, die nach der viel zu kurzen Schulzeit eine Gärtnerlehre absolviert und dabei lernt, eine Gesellschaft zu verschönern, die zunächst aus nichts als Trümmern zu bestehen scheint.
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24.1.2005
Andrei Makine: "Himmel und Erde des Jacques Dorme"
Hoffmann & Campe
Rezensent: Gregor Ziolkowski
Eine kurze und intensive Liebesbeziehung Alexandras mit Jacques Dorme, einem französischen Kampfpiloten, der während des Zweiten Weltkriegs auf sowjetischer Seite gegen Deutschland kämpfte und kurz vor Ende des Krieges verunglückte, wird für den Ich-Erzähler zum Anlass, die feinädrigen Linien der Biografien im großen Strom der Geschichte zu verfolgen, bis sie in der Gegenwart ankommen.
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