Literatur Live
Archiv | Literatur Live | Montag bis Freitag • 15:10
22.12.2004
Andrzej Stasiuk: "Über den Fluss"
Suhrkamp / Edition Suhrkamp
Rezensent: Martin Sander
Der polnische Erzähler Andrzej Stasiuk ist ein Meister der Miniatur. Die banale Peripherie des Alltags weitet sich bei ihm unmerklich zu Zonen größten Unheils. Stasiuk, der 1960 in Warschau geboren wurde, lebt seit Mitte der achtziger Jahre in der Abgeschiedenheit der südpolnischen Berge. In zwölf Erzählungen lässt der Autor ein Leben Revue passieren, ein Leben das man zum überwiegenden Teil sein eigenes nennen kann.
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21.12.2004
Stefano Benni: "Der Zeitenspringer"
Klaus Wagenbach Verlag
Rezensentin: Maike Albath
Einer der erfolgreichsten Schriftsteller Italiens, der Satiriker Stefano Benni hat das Genre gewechselt. Der 1947 in Bologna geborene Autor wendet sich zum ersten Mal der eigenen Lebensgeschichte zu und legt einen Roman über seine Kindheit vor. Ein verlorenes Paradies zwischen Weinbergen und Wäldern steigt vor unseren Augen auf. Der junge Saltatempo, der "Zeitenspringer", geht in der Stadt zur Schule, trudelt von einer Verliebtheit zur nächsten, bis sich in seinem Dorf ein Unglück zuträgt.
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20.12.2004
Alain Claude Sulzer: "Ein perfekter Kellner"
Edition Epoca
Rezensentin: Ursula März
In seinem Roman "Ein perfekter Kellner" erzählt der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer ein klassisches Melodram in einem klassischen literarischen Milieu der Moderne: im Grandhotel. Dort, in einem vornehmen Parkhotel, begegnen sich Ende der 30er Jahre der Kellner Erneste und der Lehrling Jakob. Zwischen den beiden Männern entsteht schnell eine leidenschaftliche Liebe.
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17.12.2004
Lilli Brand: "Transitgeschichten"
DVA
Rezensent: Vladimir Balzer
Lilli Brand weiß, wovon sie schreibt: Die 30-jährige ukrainische Autorin war jahrelang Prostituierte in Berlin. Vor drei Jahren gelang ihr der Ausstieg und noch heute ist es ihr Thema, über das sie als Journalistin für Tageszeitungen berichtet: Der Teufelskreis, der jeden gefangen hält, der glaubt, in der Halbwelt ohne Nebenwirkungen das große Geld machen zu können.
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16.12.2004
Philippe Claudel: "Die grauen Seelen"
Rowohlt
Rezensent: Tilman Krause
"Liebling der Buchhändler in Frankreich. Prix Renaudot 2003": so bewirbt der Rowohlt Verlag einen Roman aus Frankreich, der allen unseren Vorstellungen von der Literatur unseres Nachbarlandes Hohn spricht. "Die grauen Seelen" ist ein Buch, so düster und schwermütig, so regenschwer und nebelverhangen, dass man es jedem Autor hier zu Lande als "typisch deutsch" um die Ohren hauen würde.
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15.12.2004
William Somerset Maugham: "Notizbuch eines Schriftstellers"
Diogenes
In England gilt William Somerset Maugham, zusammen mit Autoren wie Graham Greene oder Evelyn Waugh, als einer der Klassiker des 20. Jahrhunderts. Hier schreibt ein hoch gebildeter literarischer Handwerker ohne Simplizität und Snobismus Epigramme, Tagebuch-Notate, Reiseaufzeichnungen, Charakterstudien, Reflexionen über Kunst und Sexus - kein Sammelsurium, wohl aber das Panorama eines erfüllten, bis zuletzt bewusst gelebten Lebens.
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14.12.2004
Brigitte Oleschinski: "Geisterströmung"
DuMont
Rezensent: Helmut Böttiger
Brigitte Oleschinski, 1955 geboren, gehört durch ihre beiden bisher in recht langen Abständen erschienenen Gedichtbänden zu den bedeutendsten Lyrikern der Gegenwart. Auch "Geisterströmung" fügt sich in diese Reihe: eine konzentrierte Sprache, die die Augenblicke so verdichtet, dass sie kristallin und vielschichtig werden.
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13.12.2004
José Lezama Lima: "Inferno. Oppiano Licario"
Ammann
Rezensent: Uwe Stolzmann
Mehr als 20 Jahre lang hatte José Lezama Lima (1910 - 1976) an seinem Opus magnum gearbeitet. Endlich, 1966, erschien das Buch: "Paradiso", eine kubanische Version von Prousts "Suche nach der verlorenen Zeit"; die Rekonstruktion einer als Paradies empfundenen Kindheit aus dem Havanna vor der Revolution.
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10.12.2004
Michael Gruber: "Wendekreis der Nacht"
Zsolnay
Rezensent: Georg Schmidt
Miami, Florida: Eine Mordserie an schwangeren Frauen hält die Stadt in Atem. Was zunächst aussieht wie die Taten eines Geistesgestörten, entpuppt sich als ein düsteres Rätsel. Der afroamerikanische Detective Jimmy Paz, der in dieser Sache ermittelt, gerät in ein Labyrinth aus afrikanischen Riten, Schamanismus und Schwarzer Magie.
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9.12.2004
Gabriel García Márquez: "Erinnerung an meine traurigen Huren"
Kiepenheuer & Witsch
Rezensentin: Iris Radisch
"Erinnerung an meine traurigen Huren" ist das erste erzählende Werk des Literaturnobelpreisträgers seit 10 Jahren. Schon vor dem Erscheinen sorgte ein Raubdruck des noch unvollendeten Manuskripts in seiner Heimat Kolumbien für Wirbel.
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