Literatur Live
Archiv | Literatur Live | Montag bis Freitag • 15:10
23.11.2004
Mian Mian: "Deine Nacht, mein Tag"
Kiepenheuer&Witsch
Rezensent: Vladimir Balzer
Mian Mian, der junge, weibliche Literaturstar in Chinaschreibt über Sex, Drugs and Rock 'n' Roll - auch wenn der Rock 'n' Roll eher nach Techno klingt. Sie gehört jener Generation junger Chinesen an, deren Leben nicht im Entferntesten etwas mit dem der Eltern zu tun hat, jener Generation, die sich zurechtfinden muss in diesem explodierenden Kapitalismus in einem sozialistischen Land.
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22.11.2004
Zvi Jagendorf: "Die fabelhaften Strudelbakers"
Aufbau-Verlag
Rezensent: Klaus-Rüdiger Mai
Ein Buch mit Geschichten einer Kindheit und Jugend in London der 40er und 50er Jahre. Die Figuren sind jüdische Flüchtlinge aus Wien, die sich zwar nach England retten konnten, sich nun aber in der fremden und für sie verschlossenen Welt zurechtfinden müssen. Was für die Eltern ein vergebliches Unterfangen bleibt, wird für die beiden Jungen ein Abenteuer im Spagat zwischen Herkunft und neuer Heimat.
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19.11.2004
Terézia Mora: "Alle Tage"
Luchterhand
Rezensentin: Edelgard Abenstein
In ihrem Debütroman erzählt die ungarische Autorin, die vor vier Jahren mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde, die Geschichte eines Mannes, eines Flüchtlings aus dem ehemaligen Jugoslawien, den es in die Stadt B. verschlagen hat, der zehn Sprachen beherrscht und doch niemandem nahe kommt, der von allen Frauen begehrt wird und doch nicht lieben kann: Die Geschichte eines heimat- und nutzlosen, einsamen "Barbaren".
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18.11.2004
Uzma Aslam Khan: "Verwoben"
Europaverlag
Rezensentin: Barbara Wahlster
Zwar stehen Daanish, der USA-Heimkehrer und Dia, die Tochter einer Seidenfabrikantin, im Vordergrund, doch die pakistanische Autorin Uzma Aslam Khan schildert in ihrem Roman die unterschiedlichsten Lebenssituationen und Konflikte und damit auch eine Gesellschaft in zunehmenden und unauflöslichen Widersprüchen. Für Anfänge und Aufbrüche ist kein Weg vorgesehen.
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17.11.2004
Katy Munger: "Miststück"
Unionsverlag
Rezensentin: Andrea Fischer
Im amerikanischen Süden geht es nicht nur fromm und prüde zu, sondern dort gibt es auch eine bodenständige und genussliebende Casey Jones, Privatdetektivin ohne Lizenz. Sie ist die Heldin von inzwischen drei Krimis der amerikanischen Autorin Katy Munger, die alle in Raleigh, North Carolina, spielen. In ihrem neuesten Fall soll Casey Jones einer misshandelten Frau helfen, ihr entführtes Kind wieder zu finden. Aber tatsächlich ist die Frau alles andere als ein Opfer, am Ende muss Casey ihre Klientin verfolgen, um weitere Untaten zu verhindern.
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16.11.2004
Colin McAdam: "Ein großes Ding"
Wagenbach
Rezensentin: Maike Albath
Es ist ein Buch zum Lachen, Kichern und Grinsen: das Debüt des Kanadiers Colin McAdam "Ein großes Ding". Da gibt es zum Beispiel den großspurigen Jerry McGuinty. Immer einen coolen Spruch auf den Lippen, strahlt Jerry ein unverdorbenes Macho-Charisma aus. Nur seiner Ehefrau und den Verträgen der Baubehörde ist er nicht gewachsen.
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15.11.2004
Christian Schünemann: "Der Frisör"
Diogenes
Rezensent: Gustav Seibt
Ein Friseursalon ist ein Umschlagsplatz von Informationen und Gerüchten, mehr noch: von Intimitäten und Geheimnissen. In einem teuren Münchner Frisierladen findet der Kriminalroman-Erstling "Der Frisör" von Christian Schünemann (vor 2 Jahren Gewinner des "Open Mike") seinen Mittelpunkt. Ein München-Roman mit Ausflügen bis nach Island.
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12.11.2004
Doris Lessing: "Ein Kind der Liebe"
Hoffmann & Campe
Das jüngste Buch von Doris Lessing, "Ein Kind der Liebe", bietet drei ausgereifte Kabinettstücke Lessingscher Prosa. Die Geschichten von zwei befreundeten Großmüttern, die verhängnisvolle Affären mit dem Sohn der jeweils anderen beginnen, und die des Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg ein "Kind der Liebe" zeugt und es nach seiner Heimkehr vergeblich sucht, beruhen nach Aussage der Autorin auf wahren Begebenheiten.
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11.11.2004
Cesar Aira: "Die Mestizin"
Nagel & Kimche
Rezensentin: Katharina Döbler
Der Roman "Die Mestizin" von Cesar Aira ist die Geschichte einer jungen Frau, die in die abgelegenste Gegend der argentinischen Pampa deportiert wird: der Treck dorthin ist eine elende und langsame Hölle; doch anstatt in einem argentinischen Äquivalent von Sibirien oder den Pfefferinseln zu landen, findet sich die junge Ema, die einem Soldaten als Ehefrau zugeteilt wird, in einer kleinen Idylle wieder, in der Indianer und weiße Besatzer geradezu komfortabel zusammenleben.
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10.11.2004
David Grossman: "Das Gedächtnis der Haut"
Hanser-Verlag
Rezensent: Bruno Preisendörfer
David Grossman, Jahrgang 1954, ist einer der international bekanntesten israelischen Schriftsteller seiner Generation. In seiner jüngsten Veröffentlichung auf Deutsch geht es um die Liebe - und um Eifersucht, Verletztheit und Trauer. In zwei Novellen erzählen Menschen von ihren Obsessionen.
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