MerkMal
Archiv | MerkMal | Montag bis Freitag • 16:15
21.4.2004
Mit List und Gesetz
Der Kampf des polnischen Bauern Michael Drzymala gegen die Preußen
Von Karl Friedrich Gründler
Am 1. Mai wird Polen Mitglied der Europäischen Union. Aber noch jahrelang werden EU-Bürger dort nur eingeschränkt Land kaufen können. Damit wird historisch bedingten Ängsten der Polen Rechnung getragen. Vor 100 Jahren tobte vor allem in der Provinz Posen im damaligen Preußen ein "Kampf um den Boden" zwischen der polnischsprachigen Bevölkerung, den deutschen Behörden und den im Ostmarkverein organisierten deutschen Nationalisten. Zum Helden der Polen wurde dabei ein Kleinbauer, weil er mit List und Gesetz sein Recht auf Wohnraum durchzusetzen suchte.
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19.4.2004
Quadratisch, praktisch, gut
Wie Werbung die Alltagssprache verändert hat
Von Thomas Klug
Werbung - das klingt etwas weniger abschätzig als das früher häufiger gebrauchte Wort: Reklame. Wer einmal Werbesprüche der vergangenen Jahrzehnte ins Gedächtnis ruft, kann feststellen, wie erfolgreich sie dabei gewesen sind. Tatsächlich haben Werbesprüche schon seit langem in unsere Alltagssprache Eingang gefunden.
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16.4.2004
Das Land der Wettiner
Geschichte Sachsens
Von Jochen R. Klicker
Als die DDR aufgebaut wurde, gab es zunächst noch Länder. 1952 jedoch, als die SED die Zügel anzog, schaffte sie die Länder ab und ersetzte sie durch kleinere Bezirke, die keine eigene Tradition hatten. Das war wichtig: die SED hatte Angst vor der Tradition und vor den Eigenheiten der Länder. Nach dem Untergang der DDR 1989/90 zeigte sich, dass diese Angst sehr berechtigt war. Denn das Bedürfnis nach regionaler Identifikation war sofort zu spüren. Vor allem in Sachsen zeigte sich, dass der Stolz auf das eigene Land und der Stolz auf die sächsische Geschichte ungebrochen war.
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14.4.2004
Moderne Inquisition
Der Fall J. Robert Oppenheimer
Von Peter Kirsten
Gegen den Physiker Oppenheimer wurde 1953 ein Untersuchungsverfahren wegen angeblicher kommunistischer Gesinnung eingeleitet. Am 12. April 1954 begann das Hearing, das später in seinem Abschlussbericht empfahl, Oppenheimer keine Sicherheitsgarantie mehr zu erteilen. Für Oppenheimer bedeutete das das Ende seiner Arbeit als Atomphysiker.
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7.4.2004
Hutu und Tutsi
Wie es in Ruanda zum Völkermord kam
Von Beate Ziegs
Vor zehn Jahren wurde in Afrika ein Flugzeug abgeschossen, in dem der Präsident von Ruanda saß. Dieses Attentat hatte furchtbare Folgen. Denn schon am nächsten Tag, am 7. April 1994, begann der Völkermord von Ruanda. Innerhalb von 100 Tagen wurden mindestens 800.000 (nach einigen Schätzungen weit über eine Million) Tutsi und gemäßigte Hutu ermordet. Wer das Flugzeug mit dem Präsidenten abgeschossen hat, ist bis heute nicht geklärt.
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5.4.2004
Zeugung im Labor
Die Anfänge der künstlichen Befruchtung
Von Kim Kindermann
Paare, die früher keine Kinder bekamen, versuchten es mit allerlei Kräutern und magischen Ritualen. Inzwischen hilft die Medizin kräftig nach. Künstliche Befruchtung gehört zum medizinischen Alltag. Im MerkMal geht es um die Zeit, als mit künstlicher Befruchtung noch experimentiert wurde. Kim Kindermann erzählt über die Vorgeschichte und die Anfänge der künstlichen Befruchtung.
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2.4.2004
Wetterleuchten
Der Begründer der Meteorologie Heinrich Wilhelm Dove
Von Jochen R. Klicker
Um eine Vorstellung vom Wetter zu bekommen, werden wir allabendlich im Fernsehen über das Wetter informiert. Hoch - und Tiefdruckgebiete werden mit verschiedenen Namen ausgewiesen. Was uns heute ziemlich selbstverständlich erscheint, ist noch nicht sehr lange Wissensgut der Menschen. 1846 wurde in Berlin das Meteorologische Institut gegründet und zwei Jahre später der Physiker Heinrich Wilhelm Dove zu dessen Direktor bestellt. Er gilt als Begründer der modernen Meteorologie.
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31.3.2004
Die Olympia-Athleten in der Antike
Der Mythos vom Amateursport
Von Niels Kadritzke
Wenn heute über Profis, über Bestechung und Doping bei den Olympischen Spielen geklagt wird, dann wird zumeist an die olympische Idee der Antike erinnert. Dabei wird allerdings vergessen, dass die Realität auch damals weit entfernt vom sportlichen Ideal war. Auch in der Antike kämpften die Athleten mit unsauberen Mitteln und machten aus dem Sport ein Geschäft.
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29.3.2004
110 Jahre alt
Der baskische Nationalismus
Von Wolf Martin Hamdorf
Die ETA war es nicht. Aber tagelang standen nach den Attentaten von Madrid Berichte in den Zeitungen, in denen über die neue Gewalttätigkeit der baskischen Extremisten spekuliert wurde. Nach den unzähligen Attentaten, die die ETA verübt hatte, war ihr scheinbar alles zuzutrauen. Die ETA hat dafür gesorgt, dass der baskische Nationalismus international bekannt wurde. Dabei ist die Terrororganisation nur ein kleiner - und von der großen Mehrheit der Basken ungeliebter - Teil der baskischen Unabhängigkeitsbewegung. Diese Nationalbewegung, die dem spanischen Staat zu schaffen macht, ist 110 Jahre alt.
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26.3.2004
Junge Radfahrer mit Bibelkenntnissen gesucht
Westpfarrer auf Missionstour in der DDR
Von Veronika Bock
Die Menschen in den neuen Bundesländern sind weit weniger kirchlich gebunden als die Menschen im Westen. Dabei hat es schon frühzeitig Versuche gegeben, diese Entwicklung aufzuhalten. Denn schon vor 50 Jahren machte die Entchristianisierung des deutschen Ostens den Kirchen Angst.
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