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Archiv | MerkMal | Montag bis Freitag • 16:15
5.1.2005
Vom Glücksspiel und anderen Wissenschaften
Zum 350. Geburtstag des Mathematikers und Theologen Jakob Bernoulli
Von Uwe Springfeld
Das Gute soll eintreffen, das Schlechte nicht - alles andere ist Sache des Schicksals. Das etwa ist die Philosophie unserer Wünsche, die wir zu jedem Jahresbeginn großzügig ausstreuen. Was wirklich passieren wird, ist offen. Aber ganz so unwissend können wir uns eigentlich nicht stellen. Vor über 300 Jahren hat sich ein Mathematiker mit der "Kunst des Vermutens" beschäftigt und wir ahnen, wenn ein Mathematiker das tut wird auch das Schicksal in Zahlen fassbar. Jakob Bernoulli, um ihn geht es, war ein Pionier der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Am 6. Januar 1655 - es gibt auch Angaben, die sich auf den Dezember 1654 beziehen - wurde er geboren.
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3.1.2005
Über Uhren und Kalender
Geschichte der Zeitbestimmungen
Von Udo Marquardt
Zweieinhalb Tage ist das Jahr jung, das soeben begonnen hat und dass wir als das Jahr 2005 bezeichnen. Es ist die Zeitrechnung in der christlich geprägten Welt - die jüdische Welt hat eine andere Zeitrechnung, die islamische ebenso. Und unsere heutige Zeitrechnung ist auch erst im Laufe der Zeit entstanden. Zu ihren Kuriosa gehört, dass sie sich auf Christi Geburt bezieht, dass Jesus Christus aber nach heutigem Kenntnisstand ein paar Jahr vor Christi Geburt -beziehungsweise: vor Beginn unserer Zeitrechnung - geboren ist.
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29.12.2004
Aufbruchstimmung
Silvester 1954
Von Winfried Sträter
Uns geht es gut, aber die Aussichten sind nicht gut. So könnte man die Situation und die Stimmung in unserem Land an der Jahreswende 2004/2005 beschreiben. Vor 50 Jahren war die Situation - jedenfalls in der Bundesrepublik - genau umgekehrt: Da waren die Bürger noch vergleichsweise arm, die Folgen des Weltkrieges waren noch lange nicht überwunden, aber es ging spürbar bergauf. Der Rückblick aufs Jahr war insgesamt sehr erfreulich und man blickte erwartungsfroh in die Zukunft.
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27.12.2004
Der Junge, der nicht erwachsen werden will
Peter Pan wurde vor 100 Jahren London uraufgeführt
Von Richard Schroetter
Das Peter Pan Jahr ist in England längst angelaufen. Mit Theater- und Ballettaufführungen, mit Galaveranstaltungen u. Benefizkonzerten, mit Filmen und Büchern. Der Erfinder dieser galvanisierenden Figur war der schottische Schriftsteller Sir James Mathew Barrie (1860-1937). Vor hundert Jahren wurde sein Stück "Peter Pan, der Junge, der nicht erwachsen werden wollte" im Duke of York's Theatre in London uraufgeführt. Es wurde im Laufe der Jahre zu einem Welterfolg. Peter Pan lieferte Stoff für ein Dutzend Bearbeitungen und Filme - er wurde aber auch zum Sinnbild des infantilen, modernes Erwachsenen, der keine Verantwortung übernehmen will und die Rolle des Kindes bis ins hohe Alter weiterspielt.
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22.12.2004
Das Milieu der Dichter
Zum 200. Geburtstag des französischen Literaturkritikers Charles-Augustin Sainte-Beuve
Von Christoph Vormweg
Der französische Literaturbetrieb begeht nicht nur die runden Geburtstage seiner Großschriftsteller. Auch Großkritiker werden gewürdigt: so der vor 200 Jahren geborene Charles-Augustin Sainte-Beuve. Keiner hatte im 19. Jahrhundert mehr Einfluss auf Gedeih und Verderb der Neuerscheinungen, keiner kannte "das Milieu der Dichter" besser als er.
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20.12.2004
Händler an der Hammaburg
Geschichte Hamburgs
Von Anette Schneider
Im Rahmen des Länderschwerpunktes widmet sich das DeutschlandRadio Berlin im Dezember dem Bundesland Hamburg. In diesem Rahmen befasst sich das Merkmal sich unter dem Titel " Händler an der Hammaburg" mit der Geschichte der Hansestadt.
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17.12.2004
Zwergstaat zwischen Deutschland und Holland
Das Ende von Neutral-Moresnet 1919
Von Eduard Hoffmann und Jürgen Nendza
Die Geschichte erinnert fast ein wenig an Asterix - nach dem Motto: Ganz Gallien ist von den Römern beherrscht, doch nicht ganz Gallien. In diesem Fall geht es allerdings nicht um ein gallisches Dorf, sondern um einen Flecken im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Und es sind nicht Asterix und Obelix am Werk, die das Dorf verteidigen, sondern preußische und niederländische Unterhändler, die sich nicht darüber einigen können, wem der Flecken gehört und die in ihrer Not einen kleinen Staat aus der Taufe heben: Neutral-Moresnet.
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15.12.2004
"Mittags schlossen die Läden"
Vom Verschwinden der Pause
Von Susanne Balthasar
Wir leben heute in einer paradoxen Situation: Es gibt immer weniger Arbeit, immer mehr Arbeitslose, aber die Arbeitenden sollen immer länger arbeiten. Vorbei sind die Zeiten, in denen Arbeitszeitverkürzungen und Pausen bei der Arbeit das Thema der Kämpfe zwischen Kapital und Arbeit waren. Auch die Debatte um Ladenschlusszeiten ist längst zugunsten der Liberalisierung und damit der Verlängerung der Öffnungszeiten entschieden. Ruhezeiten, Auszeiten, Pausen werden immer seltener in unserem Alltag.
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13.12.2004
Strahlkraft eines Intellektuellen
Der Bürgerrechtler und Physiker Andrej Sacharow
Von Jochen R. Klicker
1975 erhielt der Physiker Andrej Sacharow den Friedensnobelpreis. Mit ihm wurde die Bürgerrechtsbewegung in der Sowjetunion geehrt, deren Leitfigur und Wortführer der Atomphysiker war. Die Preisvergabe erschwerte die Lebensbedingungen des Ehepaares erheblich. Man beschuldigte Sacharow und seine Frau, konterrevolutionäre und antisowjetische Aktivitäten gegen die sozialistische Ordnung zu verfolgen. Sieben Jahre Verbannung in die Industriestadt Gorki an der Wolga waren die staatliche Quittung für den Einsatz Sacharows für die Menschenrechte. 1986 wurde er rehabilitiert, drei Jahre später starb er.
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10.12.2004
Lasst meine Bilder nicht sterben
Zum 100. Geburtstag des Malers Felix Nussbaum
Von Günter Beyer
Seit 1998 gibt es in Osnabrück eine Besonderheit. "Museum ohne Ausweg" heißt das Haus, das über 170 Kunstwerke des jüdischen Malers Felix Nussbaum beherbergt. Konzipiert wurde es von dem amerikanischen Architekten Daniel Libeskind. "Museum ohne Ausweg" ist eine vergegenständlichte Metapher des Architekten selbst. Sie steht für einen Bau, der die exilbedingte Rastlosigkeit, die Verfolgung und die Suche des Malers Felix Nussbaum nach Orientierung symbolisiert.
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