NachSpiel
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Sonntag • 17:30
12.1.2003
Fairness statt Pfiffe
Deutsche, Polen und die Lehren eines umstrittenen Skispringens in Zakopane
Margarete Wohlan

"Wenn diese Ausschreitungen zum Alltag würden, wäre das der Tod für unsere Sportart", meinte Skisprung-Bundestrainer Reinhard Heß im letzten Winter nach den Attacken polnischer Zuschauer gegen Vierschanzentournee-Sieger Sven Hannwald in Zakopane. Von Hooligans, die die Begeisterung um den polnischen Skisprunghelden Adam Malysz für ihre Zwecke mißbrauchten, sprachen seinerzeit entschuldigend die Gastgeber. Die Skiverbände aus Deutschland und Polen haben übers Jahr reagiert. Ihre Idee: Mit einem Jugendaustausch eine Normalisierung der Verhältnisse fördern. Zehn polnische Nachwuchsspringer kamen zum Sommer-Grand-Prix nach Hinterzarten in den Schwarzwald, zehn deutsche Jugendliche nahmen am Wettspringen in Zakopane teil. Schirmherr der Aktion ist Bundesinnenminister Otto Schily. Was sie letztendlich bewirkt, wird das diesjährige Weltcup-Springen in Zakopane zeigen. Margarete Wohlan war bei Sportlern, Funktionären und in Zakopane.
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