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Sonntag • 17:30
9.5.2004
Laufen gegen Mauern
Der Sport im Strafvollzug
Von Jantje Hannover

Zelle im Freiburger Gefängnis (Bild: AP)
Zelle im Freiburger Gefängnis (Bild: AP)
Liegestütze an der Bettkante, Wassereimer stemmen oder einfach Kniebeugen. Wer in der Zelle fit bleiben will, braucht ein bisschen Phantasie. Zusätzlich können Häftlinge in fast allen deutschen Gefängnissen ein angeleitetes Sportangebot nutzen. Die meisten tun das gerne, denn Sport heißt Abwechslung vom tristen Zellenalltag. Aber auch von der Gefängnisleitung wird Sport gezielt eingesetzt: Er soll Aggressionen abbauen, die Gefangenen gesund und bei Laune halten, faires Verhalten trainieren und einer gewalttätigen Hackordnung entgegenwirken. In der Jugendstrafanstalt in Berlin gehört Sport neben Ethikunterricht und Schuldnerberatung zum sozialen Training für die so genannten Kurzstrafer, in der U-Haft in Weiterstadt, Hessen, gibt es sogar ein Schwimmbecken.
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