NachSpiel
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Sonntag • 17:30
16.1.2005
Die Kehrseite der Medaille
Stasi-Verstrickungen im Thüringer Sport
Von Susanne Arlt

Bis heute ist unbekannt, wie viele Sportler in der DDR ohne ihr Wissen gedopt und bespitzelt wurden. Die meisten Täter schweigen über den "Staatsplan Sieg". Die Opfer leiden nicht nur unter den gesundheitlichen Folgen. Sie quält auch die Vorstellung, womöglich nur mit Hilfe der unerlaubten Substanzen eine Medaille errungen zu haben. Der Landessportbund Thüringen hat im Sommer vergangenen Jahres als erster regionaler Verband eine Stasi-Kommission ins Leben gerufen. Dem fünfköpfigen unabhängigen Gremium gehören ein Politiker, ein Bürgerrechtler, ein Pfarrer, ein Journalist und ein Stasi-Opfer an. Die Mitglieder wollen sich dafür einsetzen, dass stasibelastete Funktionäre im Sportbund in Thüringen zukünftig keine Spitzenfunktionen mehr einnehmen.
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