Das Politische Buch
Archiv | Das Politische Buch | Freitag • 17:45
21.1.2005
John Keegan: Der Zweite Weltkrieg
Rowohlt Verlag, Berlin 2004
Rezensiert von Jörg Friedrich
John Keegan wertet in seinem Buch "Der Zweite Weltkrieg" die Tage zwischen dem 24. und 26. Mai 1940 als eine strategische Weiche. Ein Gleis führte in Deutschlands Triumph, das andere in seinen Untergang. Hätte Hitler seinen Haltebefehl zwei Tage später gegeben, dann wäre der europäische Krieg vermutlich zu Ende gewesen, ehe er zum Weltkrieg bis in die Tiefen des Kaukasus und des Pazifik überging.
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14.1.2005
Fritz Goergen: Skandal FDP - Selbstdarsteller und Geschäftemacher zerstören eine politische Idee
Bruno Media Buchverlag, Köln 2004
Rezensiert von Johann Michael Möller
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7.1.2005
Peter L. Bernstein: "Wider die Götter - Die Geschichte der modernen Risikogesellschaft"
Murmann Verlag, Hamburg 2004
Rezensiert von Florian Felix Weyh
Peter L. Bernstein hat mit der "Geschichte der modernen Risikogesellschaft" einen wirtschaftshistorischen Klassiker geschrieben. Passend zu einer Zeit wieder veröffentlicht, in der staatliche Versorgungssysteme auf dem Prüfstand stehen und allzu laut nach der Privatisierung aller Risikoabsicherungen gerufen wird. Der Leser hält eine materialreiche, mit Anekdoten unterfütterte Geschichte eines Mentalitätswandels in Händen.
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17.12.2004
James Stern: "Die unsichtbaren Trümmer - Eine Reise im besetzten Deutschland 1945"
Eichborn Verlag Berlin, Berlin 2004
Rezensiert von Rolf Schneider
Die New Yorker Erstauflage erschien 1947. Der amerikanische Schriftsteller James Stern führte im Auftrag der US-Regierung Interviews mit den Bewohnern des besiegten Landes. Er schildert unter anderem jüdische Schicksale, redet mit einem Käsefabrikanten und einer Nürnberger Hure. Seine Aufzeichnungen lagen in Washington vor, als man über die künftige Besatzungspolitik in Deutschland entschied.
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10.12.2004
Blick in politische Zeitschriften
"Lettre", "Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat", "Osteuropa", "Zeitschrift für Mitteleuropa: Kafka", "Dialog"
Von Arnulf Baring
Die Zeitschrift "Lettre" druckt in der jüngsten Nummer von ihr Preis gekrönte Reportagen zum Beispiel zur Lage chinesischer Bauern. Das Sonderheft von "Osteuropa" thematisiert "Die Einigung Europas. Zugkraft und Kraftakt". Und das Magazin "Dialog" wirft der polnischen Politik einen "Mangel an (deutschlandpolitischem) Engagement" vor.
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3.12.2004
Gilles Kepel: Die neuen Kreuzzüge - Die arabische Welt und die Zukunft des Westens
Piper Verlag, München 2004
Rezensiert von Richard Herzinger
Der französische Politikhistoriker Gilles Kepel vergleicht zwei politische Strömungen miteinander, die unterschiedlicher nicht sein können: Auf der einen Seite islamistische Gruppen aus dem El-Kaida-Umfeld, auf der anderen Seite die amerikanische Antwort darauf in Form der Neocons, der Neokonservativen. Beide hätten, so Kepel, den Nahen und Mittleren Osten zum exemplarischen Kampfplatz auserkoren, auf dem die Zukunft einer neuen Weltordnung entschieden werden soll. Beide verfügen über ein geschlossenes ideologisches Konzept mit universalistischem Anspruch, und beide sind bereit, dafür ein hohes Maß an Gewaltmitteln einzusetzen.
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26.11.2004
Reinhard Müller: Herbert Wehner - Moskau 1937
Hamburger Edition 2004
Rezensiert von Brigitte Seebacher
Der Historiker Reinhard Müller beleuchtet Herbert Wehners Aufenthalt im Moskauer Exil und analysiert seine Zusammenarbeit mit dem sowjetischen Geheimdienst. Sein Fazit: Wehner hat deutsche Emigranten verraten - nicht, um sein eigenes Leben zu retten, sondern aus Überzeugung.
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19.11.2004
Berndt Georg Thamm: "Terrorbasis Deutschland - Die islamistische Gefahr in unserer Mitte"
Diederichs im Heinrich Hugendubel Verlag, München 2004
Rezensiert von Reinhard Kreissl
Der Autor hat ein umfassendes Kompendium möglicher Bedrohungen durch den islamistischen Terror hier zu Lande vorgelegt. Der Leser erfährt alles, was man über den Islamismus als Geisel der westlichen Menschheit wissen sollte. Aber es fehlen die Synthese und der kritische Blick.
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12.11.2004
Wolf Jobst Siedler: "Wir waren noch einmal davongekommen"
Siedler Verlag, München 2004
Rezensiert von Alexander Gauland
Neidvoll erlebt der Nachgeborene eine Welt, in der noch Thomas Mann repräsentierte und Gottfried Benn schrieb. Der Journalist, Publizist und Verleger Wolf Jobst Siedler hat die meisten von ihnen gekannt. Eigentlich hat Siedler eine Liebeserklärung an Berlin verfasst, die geschundene Stadt, die das "es war einmal" in eine spannende Lektüre verwandelt.
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5.11.2004
Lothar Gall: "Der Bankier - Hermann Josef Abs"
C.H. Beck Verlag, München 2004
Rezensiert von Peter Merseburger
Die internationale Finanzwelt feierte ihn zusammen mit David Rockefeller als den "bedeutendsten Bankier des 20. Jahrhunderts". Der Autor hat über Hermann Josef Abs', einst legendärer Chef der Deutschen Bank, eine lebendige und intellektuell packende Biografie geschrieben. Offen und ohne Gnade hinterfragt Lothar Gall die Handlungen seines Helden auch in düstersten Zeiten.
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